06 February 2026, 12:55

Kubistisch-expressionistisches Plakat für das Oktoberfest 2025 enthüllt – ein mutiger Blick in die Zukunft

Eine Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Fahrzeugen und Bäumen entlanggeht, mit einem Bogen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Polen mit Flaggen auf der linken Seite, die wahrscheinlich das Oktoberfest in München, Deutschland, darstellen.

Oktoberfest Plakat 2026: Wiesn Symbole in einem farbenfrohen Spektakel - Kubistisch-expressionistisches Plakat für das Oktoberfest 2025 enthüllt – ein mutiger Blick in die Zukunft

Das offizielle Plakat für das diesjährige Münchner Oktoberfest wurde enthüllt. Gestaltet von Florian Huber besticht es durch seinen mutigen, kubistisch-expressionistischen Stil, der Tradition mit moderner Kunst verbindet. Das Fest selbst findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese statt.

Der Siegerentwurf setzte sich in einem Wettbewerb mit 129 Einreichungen durch. Hubers Design, das für seine Dynamik und emotionale Tiefe gelobt wurde, spiegelt zudem einen größeren Wandel der letzten Jahre wider: hin zu minimalistischen, vom Bauhaus inspirierten Festplakaten.

Der diesjährige Wettbewerb startete mit 129 Entwürfen, von denen 88 in eine öffentliche Online-Abstimmung kamen. Die 30 besten Designs – darunter auch Hubers Arbeit, die im Publikumsvotum bereits den zweiten Platz belegt hatte – wurden der Jury anonymisiert präsentiert. Festleiter Christian Scharpf betonte die hohe Qualität der Einreichungen und die lebhaften Diskussionen unter den Jurymitgliedern, bevor der Sieger gekürt wurde.

Hubers Plakat zeigt ikonische Oktoberfest-Symbole wie ein Riesenrad, Türme, eine Tuba, Bier und eine Brezel – neu interpretiert in einem auffälligen kubistisch-expressionistischen Stil. Die Jury würdigte den modernen, zugleich emotional ansprechenden Ansatz und zog Vergleiche zu Lyonel Feiningers künstlerischen Techniken. Das Design setzt einen Trend fort, der in den letzten Jahren zu beobachten ist: Weg von traditioneller bayerischer Volkskunst hin zu geometrischer Abstraktion und reduzierten Farbpaletten.

Frühere Plakate (vor 2020) zeigten dagegen oft aufwendig gestaltete Lederhosen, Dirndl und romantische Landschaften von Künstlern wie Thoma oder Hatzmann. Seit 2021 jedoch dominieren minimalistische Entwürfe – etwa Barbara Boehls eckige Bierzelte (2021) oder Gerhard Gessners stilisierte Figuren (2023). Hubers Werk baut auf dieser Entwicklung auf, bewahrt aber eine klare Verbindung zum Oktoberfest-Erbe.

Der zweite Platz ging an den Münchner Designer Karl-Roland Hefter, der 1.250 Euro erhielt, während der dritte Platz und 500 Euro an Philipp Dauer, ebenfalls aus München, vergeben wurden. Huber als Erstplatzierter erhält 2.500 Euro sowie eine Lizenzgebühr von 5.000 Euro für sein Design.

Das Plakat für das Oktoberfest 2025 markiert einen weiteren Schritt in der visuellen Neuerfindung des Festes – eine gelungene Balance zwischen zeitgenössischer Kunst und bewährten Traditionen. Hubers Entwurf wird das Fest nun auf allen offiziellen Werbematerialien und Merchandise-Artikeln repräsentieren. Mit dem Startschuss am 19. September erwarten die Veranstalter eine weitere lebendige Feier auf der Theresienwiese.