28 December 2025, 20:40

Leerstehende Büros werden zu Mikrowohnungen – Berlins neues Wohnkonzept startet in Kreuzberg

Eine Straße mit Autos und einem Bus im Vordergrund, mit Gebäuden mit Wänden, Fenstern, Tellern und Dächern im Hintergrund, geschmückt mit Plakaten und Bannern, und einem Laternenmast.

Leerstehende Büros werden zu Mikrowohnungen – Berlins neues Wohnkonzept startet in Kreuzberg

PGIM Real Estate wandelt leerstehende Bürogbäude in Hunderttausende Mikrowohnungen in ganz Deutschland um. Damit soll der Druck auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Berlin und anderen Städten gelindert werden. Eines der ersten großen Projekte entsteht in Berlin-Kreuzberg, wo der Markgrafenpark-Komplex komplett umgestaltet werden soll.

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Das Markgrafenpark-Gebäude im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg dient derzeit als Büroräumlichkeit. Nun soll es in ein Wohngebiet umgewandelt werden – darunter ein Studentenwohnheim mit bis zu 435 Apartments und Gemeinschaftseinrichtungen. Der Bezirksrat prüft aktuell die Nutzungsänderung, da das Gelände in einem Mischgebiet liegt, in dem Wohnraum bereits zulässig ist.

Offizielle Mietpreise wurden noch nicht bekannt gegeben, doch die Kosten dürften im oberen Marktsegment liegen. Das Projekt könnte als Testfall dienen, wie viel Wohnraum durch solche Umnutzungen realistisch geschaffen werden kann – und für wen er bezahlbar bleibt. Über Berlin hinaus plant PGIM im Frankfurter Stadtteil Gallus die Umwandlung eines weiteren Bürotrakts in über 300 Mikrowohnungen. Ähnliche Vorhaben sind in anderen deutschen Städten vorgesehen, allerdings nur an Top-Lagen mit geeigneten Gebäudestrukturen. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt davon ab, ob die Nachfrage hoch genug ist, um die Umbauten rentabel zu machen.

Doch der Prozess selbst ist komplex: Büros zu Wohnungen umzurüsten, erfordert aufwendige Sanierungen, um Brandschutz-, Energieeffizienz- und technische Standards zu erfüllen. Der Einbau von Küchen, Bädern und moderner Infrastruktur erhöht die Herausforderungen zusätzlich.

Die Markgrafenpark-Umwandlung könnte zum Vorbild für künftige Büro-zu-Wohnraum-Projekte in Deutschland werden. Zwar könnte der Ansatz Wohnungsmangel in Ballungsräumen mildern – doch unklar bleibt, wie erschwinglich die Mieten in den neuen Einheiten letztlich sein werden. Derzeit liegt der Fokus darauf, die notwendigen Genehmigungen zu erhalten und bauliche Hürden zu überwinden, bevor die Arbeiten beginnen können.