24 January 2026, 22:43

Lübeck rüstet sich mit neuer Wasserrettungseinheit gegen Hochwasser und Krisen

Eine detaillierte Schwarz-Weiß-Karte von Lübeck, Deutschland, mit Text, der einen Überblick über das Gebiet bietet.

Lübeck rüstet sich mit neuer Wasserrettungseinheit gegen Hochwasser und Krisen

Lübeck stärkt seine Katastrophenhilfe mit einer neuen Wasserrettungseinheit, die Anfang 2026 ihren Betrieb aufnehmen soll. Die Initiative bringt rund 50 ausgebildete Kräfte in das bestehende Team von 200 Freiwilligen ein und erweitert damit die Notfallunterstützung bei Überschwemmungen und anderen Krisen. Zwei zentrale Organisationen – die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Lübeck und der Wasserrettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Lübeck – werden die Maßnahme als offizielle Partner im Katastrophenschutz leiten.

Die neue Einheit wird als eine von vier landesweiten amphibischen Rettungsstaffeln agieren, besetzt mit DLRG-Freiwilligen und der Lübecker Freiwilligen Feuerwehr. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Rettung von Menschen und Tieren aus überfluteten Gebieten, der Transport von Personal und Material sowie die Hilfe für von Hochwasser Eingeschlossene. Jede Organisation stellt zwei Bootsgruppen ab, die jeweils aus neun Einsatzkräften in zwei Teams unterteilt sind.

Neben dem Hochwasserschutz übernehmen die Einheiten logistische Unterstützung, medizinische Versorgung und die Betreuung von Betroffenen in anderen Notlagen. Die Stadt hat sowohl die DLRG Lübeck als auch den DRK-Kreisverband Lübeck offiziell als private Partner im Katastrophenschutz anerkannt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht schnellere und besser koordinierte Einsätze bei wasserbedingten Krisen. Das erweiterte Team wird sich zudem auf die Absicherung von hochwassergefährdeten Zonen und die Versorgung abgeschnittener Gemeinden konzentrieren. Die Ausbildung der Kräfte deckt ein breites Spektrum an Szenarien ab, um sowohl bei kleineren Vorfällen als auch bei Großschadenslagen einsatzbereit zu sein.

Mit der neuen Wasserrettungseinheit wachsen Lübecks Kapazitäten im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz deutlich. Die zusätzlichen 50 Einsatzkräfte ergänzen die bestehenden Freiwilligen und verbessern so Reaktionszeiten und Unterstützung in Notfällen. Der offizielle Start der Einheit ist für Anfang 2026 vorgesehen.