09 January 2026, 16:58

Mainz feiert kontrollierten Faschingsauftakt mit 9.000 Jecken und neuen Sicherheitsregeln

Ein lebhaftes Karnevalsszenario mit einer großen Menschenmenge auf der Straße, umgeben von Zelten, Geschäften, Gebäuden und Bannern, mit zahlreichen Lichtern im Hintergrund.

Mainz feiert kontrollierten Faschingsauftakt mit 9.000 Jecken und neuen Sicherheitsregeln

Mainz startet mit lebendiger, aber kontrollierter Faschingsaison in den Fasching

Am 11. November eröffnete Mainz die neue Faschingsaison mit einer ausgelassenen, aber gut organisierten Feier. Punkt 11:11 Uhr versammelten sich 9.000 Jecken auf dem Schillerplatz, um den Auftakt des Faschings zu begehen. Die traditionelle Veranstaltung vereinte in diesem Jahr feierfreudige Stimmung mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) führte erstmals ein Ticket-System ein und begrenzte die Teilnehmerzahl auf dem Schillerplatz auf 9.000 Personen. Die Beschränkung der Besucherzahl sowie der eingeschränkte Zugang zu den Balkonen des Osteiner Hofs sorgten zwar für Unmut, doch die Veranstalter verteidigten die Maßnahmen. Als Gründe nannten sie steigende Kosten und höhere Sicherheitsanforderungen.

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Rund um den Platz galt ein Messerverbot; die Polizei konfiszierte eine Langwaffe und eine Attrappe – die einzigen Verstöße des Tages. Zehn Strafanzeigen, meist wegen Beleidigung und leichter Körperverletzung, wurden registriert, doch insgesamt blieb die Stimmung friedlich. Ein Demonstrant fiel mit dem Ruf "Fastnacht für alle!" besonders auf und erntete dafür Beifall. Oberbürgermeister Nino Haase eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Appell zur Einheit: "Helau nach Mainz – die Stunde ist gekommen: Die Fasnacht ist zurück, in voller Blüte!" In seiner Rede betonte er die Bedeutung des Faschings als Fest der freien Meinungsäußerung und Gleichheit – besonders in Zeiten globaler Spannungen.

Während der regionale Sender SWR auf eine Übertragung der Faschungsveranstaltungen verzichtete, übertrug der WDR die Eröffnungssitzung aus Köln live. Der traditionelle Feiertag am 11. November in Mainz ehrt die Wurzeln des Faschings: die Verspottung von Autoritäten, beißenden Spott und den Zusammenhalt der Jecken. Auch in diesem Jahr blieb dieser Geist trotz strengerer Auflagen lebendig.

Die Feier endete ohne größere Zwischenfälle und bewies damit die Wirksamkeit der neuen Regelungen. Die Polizei lobte die ausgelassene, aber disziplinierte Stimmung, während der MCV an seiner Entscheidung festhielt, den Zugang zu begrenzen. Mit dem offiziellen Start der Session blickt Mainz nun auf weitere Veranstaltungen – stets im Spannungsfeld zwischen Tradition und modernen Sicherheitserfordernissen.