17 January 2026, 21:34

Massendemo auf der Grünen Woche: Bauern und Tierschützer fordern Agrarwende

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Plakaten in den Händen, auf der rechten Seite ein Banner.

"Wir haben genug!" - Demonstration für alternative Landwirtschaftspolitik - Massendemo auf der Grünen Woche: Bauern und Tierschützer fordern Agrarwende

Tausende Demonstranten versammelten sich während der Grünen Woche in Berlin, um Veränderungen in der Agrarpolitik zu fordern. Die Kundgebung richtete sich gegen die Kürzungen der Regierung bei der Tierwohl-Förderung und die Verzögerungen bei der Kennzeichnung von Nutztieren. Landwirte, Umweltschützer und Tierschutzorganisationen kritisierten gemeinsam die aktuelle Politik.

Die Protestaktion wurde von einem Bündnis aus rund 60 Initiativen aus Landwirtschaft, Tierschutz und Umweltschutz organisiert. Etwa 25 Traktoren fuhren mit Schildern und Transparenten durch die Straßen. Viele Teilnehmer warfen der Regierung vor, die Unterstützung für höhere Tierwohl-Standards zurückzufahren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kritik gab es auch an der verzögerten Einführung eines Systems zur Nutztierkennzeichnung. Die Demonstranten beschuldigten die Koalition aus Union und SPD, an veralteten Agrarstrukturen festzuhalten. Ein weiterer zentraler Streitpunkt war die Lockerung der Düngeregeln, die nach Ansicht der Protestierenden die Trinkwassersicherheit gefährden könnte.

Die Menge prangerte zudem die Kürzungen im Etat für Entwicklungshilfe an und warnte, dass diese Einschnitte den globalen Hunger verschärfen würden. Die Organisatoren kündigten an, im Laufe des Tages eine offizielle Teilnehmerzahl zu veröffentlichen.

Die Demonstration forderte einen Wandel hin zu einer nachhaltigen und tierfreundlichen Landwirtschaft. Die Protestierenden machten deutlich, dass sie die jüngsten politischen Entscheidungen zu Tierwohl, Kennzeichnung und Umweltschutz ablehnen. Bislang haben sich die Verantwortlichen noch nicht zu den Forderungen geäußert.