29 June 2026, 10:19

Massenrücktritt in der Mittelstandsunion: Warum Unternehmer die CSU verlassen

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Landkreis tritt zurück

Massenrücktritt in der Mittelstandsunion: Warum Unternehmer die CSU verlassen

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Betroffen sind die Vorstandsmitglieder Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann sowie Sascha Rödel. Der Schritt deutet auf wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Organisation hin.

Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Oberfranken und Leiter des Hof-Kreisverbandes, hat sein Amt niedergelegt. Er verließ sowohl die Organisation als auch die CSU. Kretzer kritisierte, die CSU habe den Kontakt zu ihren Mitgliedern, zum Mittelstand und zur wirtschaftlichen Realität verloren.

Die Rücktritte richteten sich nicht gegen andere Mitglieder, sondern resultieren aus einem Mangel an tatsächlichem Einfluss innerhalb der MIT. Unternehmer fühlten sich nicht mehr vertreten, und demokratische Prozesse hätten an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Entscheidungen über kleine und mittlere Unternehmen würden oft über sie hinweg statt mit ihnen getroffen.

Die Sorgen beschränken sich nicht auf den lokalen Verband: Auch auf regionaler und Landesebene nehme das Engagement für Mittelstandsthemen ab. Die Unterzeichner äußerten Frust über die Rentenpolitik der Union, übermäßige Bürokratie, zu hohe Sozialabgaben und Energiekosten. Kretzer bemängelte zudem, dass fachliche Expertise und praktische Rückmeldungen aus der Basis zugunsten von Machtkalkül ignoriert würden.

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Der Massenrücktritt unterstreicht die tiefe Verärgerung unter den MIT-Mitgliedern. Unternehmer fühlen sich von einer Politik übergangen, die ihre Bedürfnisse nicht aufgreift. Die Organisation steht nun unter Druck, diese Kritikpunkte anzugehen, um das Vertrauen zurückzugewinnen.

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