28 December 2025, 09:00

Mecklenburg-Vorpommerns Handwerk zwischen Krise und Hoffnung auf Erholung

Ein Supermarkt-Innere mit Lebensmitteln, Deckenleuchten und Schildern.

Handwerksbranche hofft auf Aufträge aus Bundes-Sondermitteln - Mecklenburg-Vorpommerns Handwerk zwischen Krise und Hoffnung auf Erholung

Mecklenburg-Vorpommerns Handwerk erlebt 2023 ein gemischtes Jahr

Die Handwerksbranche in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2023 eine durchwachsene Bilanz: Während das Wirtschaftswachstum in der Branche ins Stocken geriet, zeigen sich in einigen Bereichen wie dem Kfz-Gewerbe erste Anzeichen einer Erholung. Mit neuen Maßnahmen – darunter finanzielle Unterstützung für Auszubildende und vereinfachte Baugenehmigungen – soll der angeschlagenen Branche wieder Auftrieb verliehen werden.

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Das Land hat ein Stipendienprogramm für Auszubildende in Handwerksbetrieben aufgelegt, um junge Fachkräfte zu gewinnen. Zudem wurden die Mittel für überbetriebliche Lehrlingsausbildung und die Handwerksbildungszentren aufgestockt. Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund, dass die Region in den kommenden zehn Jahren mit 1,9 Milliarden Euro aus einem Bundes-Sonderfonds rechnen kann.

Die Bauverzögerungen haben sich entschärft: Die Rückstände in den Bau- und Ausbaugewerken sind deutlich gesunken. Dennoch bleibt die Zahl der Betriebsaufgaben hoch – vor allem wegen Altersrückgängen und fehlender Nachfolger, weniger wegen wirtschaftlicher Probleme.

Kritik gibt es an der Bundespolitik im Energiesektor, die weder die Stromsteuer gesenkt noch Solo-Selbstständige im Handwerk in die aktive Rentenversicherung einbezogen hat. Gleichzeitig können Handwerksmeister nun Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser beantragen, was ein bisher bürokratisches Verfahren vereinfacht.

Die Bundeswehr plant zusätzliche Investitionen von 3 bis 5 Milliarden Euro in der Region, was der Wirtschaft weiteren Schub verleihen könnte.

Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern stellt sich mit gezielter Förderung von Ausbildung und Bauvorhaben den Herausforderungen. Bundesgelder und militärische Investitionen könnten die Branche in den kommenden Jahren stabilisieren. Noch aber bleibt die Erholung ungleich: Einige Gewerke erholen sich, während andere weiterhin kämpfen.