28 January 2026, 10:44

Millane Friesen löst mit Ehe-Ansichten eine hitzige Glaubensdebatte aus

Eine Frau in einem blauen Kleid spricht vor einer sitzenden Gruppe, einige halten Stifte, in einer Kirche, wahrscheinlich über Frauenrechte in Nigeria.

Millane Friesen löst mit Ehe-Ansichten eine hitzige Glaubensdebatte aus

Millane Friesen, eine der bekanntesten TikTok-Influencerinnen Deutschlands, hat mit ihren Ansichten zu Beziehungen und Glauben eine neue Diskussion ausgelöst. Mit über sieben Millionen Followern sorgte sie kürzlich mit ihren Aussagen zur 'Unterordnung in der Ehe' für sowohl Kritik als auch Aufmerksamkeit. Die Kontroverse fällt zusammen mit einer inhaltlichen Neuausrichtung ihres Accounts – weg von Beauty- und Lifestyle-Themen, hin zu stärker religiös geprägten Inhalten.

Ihr Aufstieg begann während der COVID-19-Lockdowns, als sie über soziale Medien Karriere machte. Anfangs drehten sich ihre Videos vor allem um Schönheit und Alltagsleben, doch mittlerweile bezieht sie zunehmend religiöse Diskussionen in ihre Plattform ein. Kürzlich war sie im Realmodel-Podcast zu Gast, wo sie über Dating als Christin und ihre Sicht auf Unterordnung in Beziehungen sprach.

Dabei äußerte sie unter anderem, dass sie das tue, was ihr Mann ihr sage – eine Aussage, die bei vielen TikTok-Nutzern auf scharfe Kritik stieß. Zeitgleich veröffentlichte sie ein Video, in dem sie den Begriff 'tradwife' in Anführungszeichen setzte, und strich den Zusatz 'Just a Woman' aus ihrer TikTok-Biografie. Friesen hat sich auch offen über ihre Vergangenheit geäußert, darunter emotionale Gewalt in einer früheren Beziehung. Ihren christlichen Glauben und die Zeit mit Gott bezeichnete sie als entscheidend, um diese schwierigen Phasen zu überwinden. Im September heiratete sie Christian Al-Masoud, dessen eigene umstrittene religiöse Aussagen die Diskussionen zusätzlich anheizten. In einem weiteren Podcast, Unter Uns Gesagt, vertraten Friesen und die Gastgeber die Position, dass ihre Kinder 'mit Jesus leben' müssten, und bezeichneten andere Überzeugungen als 'Götzen'. Die Gespräche verschärften die öffentlichen Reaktionen auf ihr sich wandelndes Image weiter.

Mit ihren jüngsten Aussagen steht die Influencerin nun im Zentrum einer größeren Diskussion über Glauben, Beziehungen und persönliche Selbstbestimmung. Ihr Wechsel zu religiösen Inhalten markiert einen deutlichen Bruch mit ihrer früheren Social-Media-Präsenz. Die von ihr angestoßenen Diskussionen spiegeln dabei die breiteren gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über Überzeugungen, Einflussnahme und öffentliche Meinung im digitalen Zeitalter wider.