07 May 2026, 06:20

Modedesigner Benjamin Voortmans löst Shitstorm nach Kritik an K-pop-Star Jisoo aus

Zwei Männer in Anzügen lächeln in einem Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012.

Modedesigner Benjamin Voortmans löst Shitstorm nach Kritik an K-pop-Star Jisoo aus

Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, indem er die K-pop-Star Jisoo von Blackpink öffentlich wegen nicht zurückgegebener Leihkleidung kritisierte. Der Vorfall löste umgehend heftige Reaktionen der Fans aus und zeigte einmal mehr, wie ausgeprägt die Loyalität innerhalb von Prominenten-Fangemeinden sein kann. Voortmans, der auf Instagram 80 Millionen Follower zählt, sah sich plötzlich im Zentrum eines unerwarteten Sturms.

Ursprünglich hatte Voortmans Jisoo namentlich genannt, um eine Reaktion von ihrem Team zu provozieren. Später betonte er, dass seine Äußerungen nicht als persönlicher Angriff auf die Sängerin gemeint gewesen seien. Dennoch war die Reaktion der Fans sofort und unerbittlich – etwas, das Branchenexpertinnen wie Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, kaum überraschte.

Fangemeinden, insbesondere im K-pop-Bereich, sind von tiefer emotionaler Verbundenheit geprägt. Studien zeigen, dass 75 Prozent der Fans die Fankultur als unterhaltsam oder sogar noch bereichernder empfinden als die Inhalte selbst. Diese Intensität entsteht durch parasoziale Beziehungen, bei denen Anhänger:innen eine starke persönliche Bindung zu Prominenten entwickeln. Solche Dynamiken treiben zwar den Konsum an, machen Fans aber auch besonders schützend gegenüber ihren Idolen.

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Die Situation nahm eine weitere Wendung, als Voortmans zunächst einem Interview mit WWD zustimmte, es später jedoch mit der Begründung absagte, die Angelegenheit werde privat geklärt. Der Vorfall unterstreicht die Risiken, denen Marken und Designer:innen bei der Interaktion mit Fangemeinden ausgesetzt sind. Während große Konzerne die virale Macht von Fanreaktionen oft einschätzen können, unterschätzen kleinere Akteure diese leicht. Fangemeinden lehnen offene Kommerzialisierung ab und reagieren empfindlich, wenn sie ihren Einfluss bedroht sehen.

Der Konflikt zwischen Voortmans und Jisoos Fans dient als Mahnmal für die Komplexität der Beziehungen zwischen Prominenten und ihren Anhänger:innen. Marken, die von der Fankultur profitieren wollen, müssen vorsichtig agieren – denn Fehltritte können rasche und lautstarke Gegenwehr auslösen. Vorerst hat sich der Designer zurückgezogen und überlässt die Klärung der Angelegenheit dem privaten Rahmen.

Quelle