04 February 2026, 08:49

Mordfall Horst Georg Linnemann: Neue Spurensuche nach zehn Jahren Schweigen

Eine Straße in Rothenburg ob der Tauber, Deutschland, gesäumt von Gebäuden, Bäumen, Laternenmasten und geparkten Autos, mit einem Tor mit Namensschild und Uhr.

Mordfall Horst Georg Linnemann: Neue Spurensuche nach zehn Jahren Schweigen

Der Fall Horst Georg Linnemann: Seit fast einem Jahrzehnt ungelöst

Das Verschwinden von Horst Georg Linnemann, einem 28-jährigen Maschinenbaustudenten, bleibt fast zehn Jahre später ungeklärt. Der junge Mann wurde zuletzt am 15. Dezember 2014 in seiner Wohnung in Neumünster gesehen. Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Tötungsdelikt aus – doch von seiner Leiche fehlt jede Spur. 2024 nahm die Cold-Case-Einheit (CCU) des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein (LKA) den Fall wieder auf und konzentriert ihre neuen Ermittlungen auf ein Waldgebiet nördlich der Stadt.

Linnemann war am Nachmittag des 15. Dezember 2014 zuletzt von seiner Freundin in ihrer gemeinsamen Wohnung gesehen worden. Fünf Tage später wurde sein dunkler Volkswagen Golf IV – mit dem Kennzeichen NMS-ZX 88 – verlassen in Hamburg aufgefunden. Trotz umfangreicher Suchaktionen gab es keine Hinweise auf seinen Verbleib.

Schon 2015 gingen die Behörden davon aus, dass Linnemann tot war – möglicherweise verbrannt und irgendwo in der Nähe von Neumünster vergraben. Zwei Männer aus der Region, damals 28 und 26 Jahre alt, gerieten unter Tatverdacht, wurden jedoch mangels Beweisen nie angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Kiel setzte später eine Belohnung von 1.500 Euro für Hinweise aus, die zur Auffindung der Leiche oder zur Überführung der Täter führen könnten.

Die jüngste Suchaktion der CCU konzentriert sich auf das Wattenbeker Gehege, ein Waldgebiet zwischen Neumünster und Bordesholm. Die Ermittler rufen Zeugen auf, sich zu melden, die Angaben zu Linnemanns Auto, einem Anhänger, den er möglicherweise genutzt hat, oder zu verdächtigen Aktivitäten in der Region machen können. Die Belohnung gilt weiterhin für jeden glaubwürdigen Hinweis, der den Fall aufklären könnte.

Fast zehn Jahre nach seinem Verschwinden wird der Fall Linnemann noch immer als mutmaßlicher Mord behandelt. Die CCU versucht weiterhin, die Puzzleteile zusammenzufügen – doch ohne neue forensische Spuren sind sie auf die Mithilfe der Öffentlichkeit angewiesen. Die 1.500 Euro Belohnung bleiben für Informationen ausgesetzt, die seiner Familie endlich Antworten bringen könnten.