26 January 2026, 22:51

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – nur 17 Tickets in zwei Jahren genutzt

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen auf Ständen, unter einem bewölktem Himmel.

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – nur 17 Tickets in zwei Jahren genutzt

Neubulach stellt kostenloses Nahverkehrsangebot für Touristen ein

Nach Jahren geringer Nutzung hat Neubulach das kostenlose ÖPNV-Angebot für Touristen beendet. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, das Autoscout-Ticket abzuschaffen, das die Gemeinde jährlich tausende Euro gekostet hatte. Als praktikable Alternative für Besucher, die mit dem Auto anreisen, wurde das Autohero-Ticket genannt.

Die Kommune hatte das Autoscout-Ticket über Jahre finanziert – mit Kosten von rund 7.300 Euro im Jahr 2023 und etwa 9.500 Euro in 2024. Trotz fast 15.000 Übernachtungen 2023 und nahezu 19.000 im Jahr 2024 wurden jedoch nur zwölf Tickets in 2023 und lediglich fünf in 2024 genutzt. Stellvertretender Bürgermeister Lars Dannenmann betonte die geringe Attraktivität des Angebots: Die meisten Gäste bevorzugten die Anreise mit dem eigenen Auto.

Auch das bundesweite Dollar-Euro-Ticket spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Die Gemeinderäte sahen darin eine einfachere Lösung für Touristen. Die benachbarte Gemeinde Schömberg hatte das Autoscout-Ticket bereits abgeschafft und setzt stattdessen auf das Dollar-Euro-Ticket. Dannenmann, der für die abwesende Bürgermeisterin Petra Schupp einsprang, nahm zwar nicht an der Abstimmung teil, unterstützte aber die Meinung des Rates, dass sich das Angebot nicht mehr lohne.

Durch den Schritt spart Neubulach künftig tausende Euro pro Jahr. Touristen müssen sich nun auf das Dollar-Euro-Ticket oder den Individualverkehr verlassen. Die Entscheidung reiht sich in einen regionalen Trend ein, der das kaum genutzte Autoscout-Ticket zunehmend verdrängt.