03 February 2026, 06:21

Neues Schwimmabzeichen "Kleiner Seestern" fördert Inklusion für Kinder mit Behinderungen

Ein blauer Button mit einem Bild eines schwimmenden Mannes und dem Text "Mockba 80" auf einem weißen Hintergrund.

Inklusion im Schwimmbad: Verbände bieten "Seastar" - Neues Schwimmabzeichen "Kleiner Seestern" fördert Inklusion für Kinder mit Behinderungen

In Deutschland wurde ein neues Schwimmabzeichen mit dem Namen Kleiner Seestern eingeführt, um Kindern mit Behinderungen das Schwimmenlernen zu erleichtern. Die Initiative, die von Sportverbänden in Nordrhein-Westfalen und Baden ins Leben gerufen wurde, soll Schwimmkurse inklusiver und für alle jungen Lernenden motivierender gestalten. Im Gegensatz zu klassischen Abzeichen wie dem Seepferdchen würdigt der Kleiner Seestern bereits kleine, aber bedeutende Fortschritte. Statt voller Schwimmfähigkeit werden vier Stufen für Leistungen wie das Öffnen der Augen unter Wasser oder das Zurücklegen von 12,5 Metern in flachem Wasser vergeben. Dieser Ansatz stärkt bei Kindern mit Behinderungen das Selbstvertrauen und das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Das Programm kommt zu einer Zeit, in der die Schwimmfähigkeiten deutscher Kinder nachlassen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Jahr 2022 zeigte, dass jedes fünfte Kind in Deutschland nicht schwimmen kann. Durch zugänglichere Kurse hoffen die Veranstalter, diesen Trend umzukehren. Die Resonanz auf das Abzeichen ist positiv. Idriss Gonschinska, Vorsitzende des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bezeichnete es als Erfolgsgeschichte und äußerte die Hoffnung, dass es bundesweit ähnliche Fortschritte anstoßen werde. Jan Pommer, Geschäftsführer des Deutschen Schwimm-Verbandes, ergänzte, dass inklusive Programme wie dieses insgesamt mehr Kinder für das Schwimmen begeistern könnten. Der Kleiner Seestern ist derzeit in Nordrhein-Westfalen und Baden verfügbar, eine weitere Verbreitung ist jedoch denkbar. Er bietet Kindern mit Behinderungen einen strukturierten Weg, um Schwimmfähigkeiten zu entwickeln und die Teilhabe zu fördern. Die Initiatoren glauben, dass das Projekt einen neuen Standard für inklusiven Schwimmunterricht in Deutschland setzen könnte.