17 January 2026, 16:04

Niedersachsen diskutiert umstrittenen Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild

Ein altes Postkartenmotiv zeigt einen belebten Dresdner Bahnhof mit Fahrzeugen, Menschen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel, mit der Aufschrift "Dresden Hauptbahnhof" oben.

DGB will das Bremer Ausbildungsfonds auch in Niedersachsen einführen - Niedersachsen diskutiert umstrittenen Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich dafür ein, dass Niedersachsen nach dem Vorbild Bremens einen Ausbildungsfonds einführt. Das Vorhaben soll Unternehmen entlasten, die Auszubildende ausbilden. Doch die Wirtschaft zeigt sich bereits besorgt über zusätzliche Kosten und Bürokratie.

In Bremen zahlen größere Betriebe in einen gemeinsamen Ausbildungsfonds ein. Dieses System erstattet ihnen bis zu 2.250 Euro pro Auszubildendem und Jahr. Der Fonds übernimmt zudem die Kosten für die Weiterbildung von Ausbildern sowie Sprachkurse für Beschäftigte.

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Ernesto Harder, DGB-Landesvorsitzender in Niedersachsen, befürwortet einen ähnlichen Ansatz. Er argumentiert, dass dies mehr Unternehmen dazu bewegen würde, in die Ausbildung zu investieren. Doch viele Betriebe widersprechen: Das Gesetz löse den Fachkräftemangel nicht, belaste die Unternehmen aber zusätzlich. Widerstand aus Bremen zeigt, welche Hürden bevorstehen. Einige Unternehmen dort haben bereits rechtliche Schritte gegen die Ausbildungsabgabe eingeleitet. Kritiker monieren, sie schaffe unnötigen bürokratischen Aufwand und trage kaum dazu bei, neue Fachkräfte zu gewinnen.

Der DGB-Vorschlag orientiert sich am bestehenden Bremer Modell, doch der Widerstand der Arbeitgeber bleibt groß. Würde der Fonds eingeführt, müssten Unternehmen zwar finanziell beitragen, erhielten aber im Gegenzug teilweise Erstattungen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob der Nutzen die zusätzlichen Belastungen für die Wirtschaft aufwiegt.