Philipp Plein holt überraschend Olympiagold im Skispringen 2026
Hans Jürgen ZobelPhilipp Plein holt überraschend Olympiagold im Skispringen 2026
Philipp Plein holt Gold im Skispringen von der Normalschanze bei den Olympischen Winterspielen 2026
Der 25-jährige Philipp Plein aus Oberstdorf hat am Montagabend in Predazzo, Italien, mit einer überzeugenden Leistung über drei Durchgänge hinweg die Goldmedaille im Skispringen von der Normalschanze gewonnen.
Plein ging als Außenseiter in den Wettbewerb, hatte zuvor noch nie ein individuelles Weltcup-Rennen für sich entschieden. Seine jüngsten Erfolge umfassten Siege beim Sommer-Grand-Prix 2025 sowie starke Trainingsergebnisse in Predazzo, wo er in den Probedurchgängen die Plätze eins, eins und zwei belegte. Dennoch hatte er Rückschläge hinnehmen müssen – unter anderem verzichtete er 2025 auf die Teilnahme am Skifliegen in Planica wegen Problemen mit Höhenangst.
Bereits früh dominierte Plein das Feld. In allen drei Durchgängen überflügelte er Domen Prevc aus Slowenien, der in dieser Saison zu den besten Athleten zählte. Mit Weiten von 100 Metern, 104,5 Metern und schließlich 106 Metern – der Tagesbestweite – sicherte er sich die Führung. Prevc, der vor dem Wettbewerb als Favorit galt, enttäuschte mit Platzierungen auf Rang vier, zehn und 21.
Im Finaldurchgang lag Plein knapp hinter dem Norweger Marius Lindvik, behielt jedoch die Oberhand und sicherte sich den Sieg. Seine gleichbleibend starken Sprünge krönten einen karriereprägenden Moment nach Jahren stetiger Entwicklung.
Die Goldmedaille ist Pleins erster großer Einzeltitel. Sein Triumph in Predazzo folgt auf eine Saison persönlichen Wachstums, in der er frühere Herausforderungen überwunden hat, um auf höchstem Niveau zu performen. Das Ergebnis verändert auch die Dynamik im Skispringen, während die Olympischen Spiele 2026 weitergehen.