04 May 2026, 08:23

Protest gegen geplantes Gaskraftwerk in Mainz: Klimaziele in Gefahr

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude mit Fenstern und Namensschildern auf dem Boden, umgeben von Flaschen und anderen Gegenständen, während sie an einer Klimawandel-Demonstration in Berlin teilnehmen, die von Bäumen und einem klaren blauen Himmel umgeben ist.

Protest gegen geplantes Gaskraftwerk in Mainz: Klimaziele in Gefahr

Ein Bündnis aus Umwelt- und Klimagruppen hat sich gegen die Pläne für ein neues Gaskraftwerk in Mainz ausgesprochen. Die von den Kraftwerken Mainz-Wiesbaden (KMW) vorgesehene Anlage soll auf der Ingelheimer Aue, einem Überschwemmungsgebiet, errichtet werden. Kritiker argumentieren, dass das Vorhaben im Widerspruch zum Ziel der Stadt steht, bis 2035 klimaneutral zu werden.

Mittlerweile sind zehn formelle Einsprüche gegen das Projekt beim Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) eingereicht worden. Das Bündnis, zu dem unter anderem Scientists for Future und der BUND Mainz gehören, fordert Gespräche mit KMW sowie der SGD Süd. Dabei soll es um klimaneutrale Alternativen und die Sicherstellung öffentlicher Unterstützung für die Energiewende gehen.

Maren Goschke vom BUND Mainz kritisierte die Investition in Höhe von 44 Millionen Euro als veraltet. Sie warnte, dass das Gaskraftwerk die Region für Jahrzehnte an fossile Technologien binden würde. Prof. Friedhelm Schönfeld von Scientists for Future Mainz ergänzte, dass gaserzeugter Strom teuer bleibe und dem Klima schade.

Zudem stellte das Bündnis die Behauptungen von KMW infrage, die Anlage künftig auf Wasserstoff umstellen zu können. Dieser Plan sei unrealistisch, ökologisch fragwürdig und finanziell riskant, hieß es. Stattdessen verwiesen die Kritiker auf Batteriespeicher als günstigere und erprobte Lösung, deren Kosten in den letzten Jahren stark gesunken seien.

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Michael Lengersdorff, Sprecher von MainzZero, betonte die Notwendigkeit eines offenen Dialogs. Er fragte, wie KMW die neue Gasinfrastruktur mit den Klimazielen der Stadt in Einklang bringen wolle.

Die Einsprüche unterstreichen Bedenken hinsichtlich der Kosten, der Umweltauswirkungen und der langfristigen Energiestrategie. Das Bündnis setzt sich für Alternativen ein, die mit dem Klimaneutralitätsziel Mainzer bis 2035 vereinbar sind. Nun werden Gespräche mit den Behörden und KMW erwartet.

Quelle