Rekordzahl an Geschlechtsänderungen: Berlin führt in Deutschlands Bundesländern
Hans Jürgen ZobelRekordzahl an Geschlechtsänderungen: Berlin führt in Deutschlands Bundesländern
In Deutschlands Bundesländern steigt seit 2024 die Zahl der offiziellen Geschlechtsänderungen. Neue Daten zeigen, dass Berlin mit der höchsten Anzahl dokumentierter Änderungen an der Spitze liegt. Der Trend folgt auf die Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes, das die Anpassung des amtlichen Geschlechtseintrags erleichtert.
Allein in Berlin wurden 2.747 Geschlechtsänderungen registriert – mehr als in jeder anderen Stadt. Davon wechselten 1.062 Personen zwischen männlich und weiblich, 354 entschieden sich für die Bezeichnung „divers“. Weitere 381 strichen ihren Geschlechtseintrag vollständig.
Es folgen Hamburg mit 972 Änderungen, Köln mit 735, München mit 597, Frankfurt mit 448 und Leipzig mit 388. Bundesweit wechselten im gleichen Zeitraum mehr Frauen zu männlich (1.522) als Männer zu weiblich (1.270). Das Selbstbestimmungsgesetz, das 2024 in Kraft trat, vereinfacht das rechtliche Verfahren zur Änderung des Geschlechtseintrags. Allerdings liegen für Deutschlands 30 größte Städte zwischen 2024 und Dezember 2025 keine spezifischen Daten vor, die diese Entwicklungen direkt mit dem neuen Gesetz in Verbindung bringen.
Die aktualisierten Zahlen verdeutlichen einen Wandel bei der rechtlichen Anerkennung des Geschlechts in den deutschen Metropolen. Besonders in Berlin fällt auf, dass ein beträchtlicher Teil der Einwohner:innen sich für nicht-binäre oder gar keine Geschlechtseintragungen entscheidet. Die Auswirkungen des Selbstbestimmungsgesetzes werden weiter beobachtet, während immer mehr Menschen ihre amtlichen Unterlagen anpassen.






