Rheinmetalls Aktienkurs steigt um 203 Prozent – doch droht jetzt die Korrektur?
Jan StahrRheinmetalls Aktienkurs steigt um 203 Prozent – doch droht jetzt die Korrektur?
Rheinmetalls Aktienkurs explodiert: Plus von über 203 Prozent in diesem Jahr
Am Freitag schloss die Rheinmetall-Aktie bei 1.830,55 Euro – ein Anstieg von mehr als 203 Prozent seit Jahresbeginn. Auslöser ist ein großer Auftrag über 52 Millionen Pfund mit Großbritannien und Deutschland für moderne mobile Haubitzen. Doch Analysten warnen: Die Aktie könnte überkauft sein und anfällig für plötzliche politische Stimmungsumschwünge werden.
Der unter dem Namen „Trinity House Agreement“ geschlossene Deal festigt die militärische Zusammenarbeit zwischen Berlin und London. Er umfasst die Lieferung der RCH-155-Haubitzen von Rheinmetall – ein Testmodell für das Vereinigte Königreich und zwei Systeme für Deutschland. Die Fähigkeit, auch während der Fahrt zu feuern, sowie der hohe Automatisierungsgrad spiegeln Lehren aus dem Ukraine-Krieg wider, wo schnelle Positionswechsel entscheidend sind.
Die politische Unterstützung für die heimische Rüstungsproduktion wächst. Politiker wie Boris Rhein treiben die lokale Fertigung voran und stärken damit Rheinmetalls langfristige Aussichten. Doch mit einem technischen RSI-Wert von 83,7 ist die Aktie nach dem steilen Aufstieg anfällig für Gewinnmitnahmen, sollte die Stimmung unter Anlegern kippen.
In dieser Woche rücken auch die Folgen des Treffens zwischen Trump und Selenskyj in den Fokus. Jede Veränderung in der Verteidigungspolitik könnte sich auf Rüstungsaktien auswirken – besonders auf solche, die von europäischen Militärverträgen abhängen.
Der 52-Millionen-Pfund-Auftrag unterstreicht Rheinmetalls Rolle bei der Modernisierung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Zwar hat die Aktie stark zugelegt, doch ihre Überkauft-Situation und politische Risiken könnten das Vertrauen der Anleger auf die Probe stellen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Aufwärtstrend anhält oder unter veränderten Rahmenbedingungen eine Korrektur droht.






