Ricarda Lang lobt Söders Social-Media-Strategie als emotionalen Wählermagnet
Hans Jürgen ZobelRicarda Lang lobt Söders Social-Media-Strategie als emotionalen Wählermagnet
Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang, eine führende Vertreterin ihrer Partei, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für seine Social-Media-Strategie gelobt. Seine Online-Präsenz bezeichnete sie als vorbildlich und hob hervor, wie er Wählerinnen und Wähler mit persönlichen Themen erreicht. Laut Lang geht Söder gezielt auf Sorgen ein, die den Lebensstil betreffen – etwa den Fleischkonsum oder die Autonutzung.
Lang betonte, Söder verstehe es, die emotionale Seite der Politik anzusprechen. Er vermittle den Menschen das Gefühl, verstanden zu werden und Teil einer Gemeinschaft zu sein, erklärte sie. Sein Ansatz spiele mit der Angst, dass traditionelle Lebensweisen bedroht seien.
In der Vergangenheit hatte Söder innerhalb der eigenen Partei Widerstand erfahren. Horst Seehofer, damals CSU-Vorsitzender, lehnte 2015 öffentlich Söders Vorschläge zur Asylpolitik und Grenzabsicherungen ab. Dennoch unterstützte Seehofer später Söders Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten im März 2018. Langs Äußerungen deuten darauf hin, dass Söders Erfolg in den sozialen Medien darauf beruht, politische Botschaften mit alltagsnahen, nachvollziehbaren Themen zu verbinden. Diese Strategie hilft ihm, eine breite Anziehungskraft zu bewahren – selbst bei Wählerinnen und Wählern, die seinen politischen Kurs nicht teilen.
Söders Social-Media-Taktik fällt besonders durch ihren Fokus auf Emotionen und Lebensstil auf. Langs Lob unterstreicht, wie sein Ansatz bei Wählerinnen und Wählern ankommt, die nach Bestätigung suchen. Dies steht im Kontrast zu seinen früheren politischen Herausforderungen, darunter die Auseinandersetzungen mit dem damaligen Parteichef Horst Seehofer.






