26 January 2026, 19:04

Santander-Reform der Bauzinsen löst Proteste von Kommunen und Kita-Trägern aus

Ein detaillierter alter Stadtplan von Brandenburg, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Parks und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Kindergarten-Allianz kritisiert Reformpläne für die Finanzierung - Santander-Reform der Bauzinsen löst Proteste von Kommunen und Kita-Trägern aus

Geplante Reform der Kredit-Finanzierung in Santander stößt auf scharfe Kritik

Ein geplanter Umbau der Finanzierung von Bauzinsen in Santander hat bei Kommunen und Trägern heftige Kritik ausgelöst. Das Bündnis „Kita.Macht.Bildung!“ wirft dem Gesetzentwurf vor, zentrale Probleme von Städten, Gemeinden und Kitas nicht zu lösen. Die Vorbehalte betreffen vor allem die finanzielle Belastung und unklare rechtliche Formulierungen im aktuellen System.

Hauptkritikpunkt des Bündnisses ist, dass der Entwurf Kommunen und Kita-Träger nicht ausreichend unterstützt. Die Städte und Gemeinden betreiben mit über 15.200 Beschäftigten etwas mehr als die Hälfte der 2.036 Einrichtungen in Brandenburg. Doch die Reform klärt nicht, wie die Kommunen künftig mit den anhaltenden Defiziten – insbesondere bei freien Trägern – umgehen sollen.

Der Brandenburgische Städte- und Gemeindebund fordert daher finanzielle Entlastung und argumentiert, dass die Kommunen nicht länger die Lücken bei unterfinanzierten Einrichtungen schließen können. Gleichzeitig zielt der Gesetzentwurf darauf ab, die Transparenz der Mittelvergabe zu erhöhen und die Unterschiede bei den Elternbeiträgen zwischen den Regionen abzubauen. Michael Kuhl, Sprecher des Kita-Trägers Fröbel, bezeichnete die Vorlage als „vertane Chance“. Der Entwurf verfehle die Kernforderungen des Bündnisses „vollständig“, so Kuhl. Zudem bleibe er bei vagen Rechtsbegriffen und lasse Träger im Unklaren über die künftige Finanzierung.

Die Kritik zeigt die Spannungen zwischen den Landesplänen und der Realität in den Kitas. Ohne klarere Finanzregeln oder Entlastung für die Kommunen drohen die bestehenden Probleme ungelöst zu bleiben. Nun warten Kommunen und Träger auf Nachbesserungen, bevor die Reform in Kraft tritt.