Schleswig-Holstein bleibt 2025 beim Krankenstand über dem Ostsee-Durchschnitt
Lissi StiebitzDAK: Krankheitsfehlzeiten in Schleswig-Holstein stabil - Schleswig-Holstein bleibt 2025 beim Krankenstand über dem Ostsee-Durchschnitt
Krankenstand in Schleswig-Holstein bleibt 2025 stabil – doch über Ostsee-Durchschnitt
In Schleswig-Holstein blieb die Zahl der Krankheitstage im Jahr 2025 mit durchschnittlich 20 Tagen pro Beschäftigtem konstant. Dieser Wert liegt jedoch 2,4 Prozent über dem Ostsee-Durchschnitt und gibt Gesundheitsexperten Anlass zur Sorge. Die große Krankenkasse DAK-Gesundheit fordert nun vertiefte Untersuchungen, um die Gründe für die anhaltend hohen Fehlzeiten in der Region zu erforschen.
Psychische Erkrankungen Hauptgrund für Arbeitsausfälle Im vergangenen Jahr waren psychische Belastungen der häufigste Grund für Krankschreibungen in Schleswig-Holstein – sie verursachten 415 Fehltage pro 100 Versicherte. Auch Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Probleme trugen maßgeblich zu den Ausfallzeiten bei.
DAK pocht auf betriebliche Gesundheitsförderung Cord-Eric Lubinski, Regionalleiter der DAK, betonte die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, um den Krankenstand zu senken. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte und Krankenkassen müssten gemeinsam an neuen Lösungen arbeiten, so Lubinski. Ziel sei es, gesündere Arbeitsbedingungen in der Holstein Kiel-Region zu schaffen und die Fehlzeiten zu reduzieren. Zwar unterstützt die DAK übergreifende Gesundheitsinitiativen – etwa ein im September 2025 gestartetes Projekt für Pflegekräfte am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) – doch spezifische Maßnahmen für Schleswig-Holstein stehen noch aus. Die Kasse fördert weiterhin bundesweite Präventionsprogramme, hat aber noch keine zielgerichteten Pläne für die Region vorgestellt.
Forderung nach Zusammenarbeit – Ursachenforschung dringend nötig Angesichts der anhaltend hohen Fehlzeiten durch psychische und körperliche Beschwerden drängt die DAK auf eine intensivere Ursachenforschung. Bislang liegt der Fokus auf allgemeiner Gesundheitsförderung, während regionale Strategien noch fehlen.