Schleswig-Holstein plant klimaneutrale Heizungen bis 2040 – mit Fördergeld und Wärmepumpen
Lissi StiebitzFörderung für den Wärmetransitionsprozess in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein plant klimaneutrale Heizungen bis 2040 – mit Fördergeld und Wärmepumpen
Schleswig-Holstein treibt seine Pläne voran, Heizsysteme bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Umweltminister Tobias Goldschmidt fordert Modernisierungen, um langfristig Kosten zu senken und Emissionen zu reduzieren. Das Land fördert nun Alternativen in Gebieten, in denen Fernwärmenetze keine Option darstellen.
Das neue Förderprogramm richtet sich an Kommunen, lokale Versorger und Zweckverbände. Diese können finanzielle Unterstützung beantragen, um von fossilen Heizsystemen umzusteigen. Auch Beratungsstellen erhalten Förderung, um Haushalte und Unternehmen bei der Umstellung zu begleiten.
Wärmepläne zeigen, dass der Großteil der bestehenden Gebäude – insbesondere in Vorstädten und kleineren Orten – nicht an zentrale Netze angeschlossen wird. Städte mit über 100.000 Einwohnern müssen ihre Pläne bis Juni 2026 vorlegen, kleinere Kommunen haben längere Fristen. Wo Fernwärme nicht verfügbar ist, werden Lösungen wie Wärmepumpen empfohlen, auch wenn Netzkapazitäten die Verbreitung bremsen könnten. Einige Regionen, darunter Norderstedt und Schleswig, prüfen Geothermie als lokale Alternative.
Ziel des Landes ist es, fossile Brennstoffe in der Wärmeversorgung bis 2040 vollständig abzuschaffen. Verantwortliche betonen, dass der Wandel langfristig die Energiekosten senken und gleichzeitig Klimaziele erreichen wird.
Mit den neuen Fördermitteln will Schleswig-Holstein den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme beschleunigen. Kommunen und lokale Akteure können nun Unterstützung für Planung und Installation beantragen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, um innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte Klimaneutralität zu erreichen.