Siemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden
Lissi StiebitzSiemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden
Siemens erwägt einen tiefgreifenden internen Umbruch, der die Unternehmensstruktur grundlegend verändern könnte. Im Rahmen einer langfristig geplanten Strategie könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden. Vor eineinhalb Jahren hatte Vorstandschef Roland Busch erstmals den Ansatz einer "Einheitlichen Technologiegruppe" (engl. "One Tech Company") vorgestellt.
Die geplante Umstrukturierung sieht vor, die beiden Divisionen vollständig aufzulösen. Stattdessen würden ihre Geschäftsbereiche direkt der Konzernführung unterstellt. Ziel ist es, interne Hürden abzubauen und Fachwissen im gesamten Unternehmen zu bündeln.
Aktuell sind keine Stellenstreichungen geplant, allerdings könnten sich Veränderungen in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung ergeben. Berichten zufolge könnte es auch auf Führungsebene Konsequenzen geben, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Siemens wollte sich nicht zu Details äußern, darunter auch zur Frage, wie viele Mitarbeiter mittelbar betroffen sein könnten.
Die "Einheitliche Technologiegruppe"-Strategie zielt darauf ab, Prozesse zu straffen und Abteilungsgrenzen aufzulösen. Obwohl die Pläne noch geprüft werden, deutet sich bereits ein bedeutender Wandel in der Organisation der Kerngeschäftsbereiche an. Die Umstrukturierung würde die interne Aufstellung von Siemens neu ausrichten, ohne dass zunächst Personal abgebaut wird. Sollten die Änderungen genehmigt werden, würde dies die Entscheidungsfindung zentralisieren und zentrale Geschäftsbereiche neu gestalten. Ein Zeitplan für eine endgültige Entscheidung steht noch nicht fest.






