27 June 2026, 18:19

SkF schließt nach über 100 Jahren seine Beratungsstelle in Braunschweig

Diese Beratungsstelle in Braunschweig schließt in wenigen Tagen

SkF schließt nach über 100 Jahren seine Beratungsstelle in Braunschweig

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig

Nach mehr als einem Jahrhundert stellt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig ein. Die Entscheidung fällt angesichts einer angespannten finanziellen Lage, obwohl sich Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche mit großem Engagement für die Einrichtung eingesetzt haben.

Die Schließung tritt zum Monatsende in Kraft. Sämtliche Angebote, darunter Schwangerschafts- und Familienberatung, werden eingestellt. Auch Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring werden nicht fortgeführt. Bisher konnten keine neuen Träger für diese Initiativen gefunden werden.

Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Beratungsstelle. Weitere 89 Familien nahmen über eine Eltern-Kind-Gruppe an präventiven Programmen teil. Der lokale SkF-Verein in Braunschweig wird nun aufgelöst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Beratungsangebote am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin des SkF, wird in Teilzeit weiterhin in der Schwangerschaftsberatung für Caritas tätig sein. Der Übergang gestaltet sich nahtlos – für ratsuchende Frauen ändert sich nichts.

Der SkF dankt allen Spenderinnen, Spendern sowie Stiftungen in der Region für ihre langjährige Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus.

Mit der Schließung der Beratungsstelle endet eine über 100-jährige Ära des SkF in Braunschweig. Die Schwangerschaftsberatung wird künftig von Caritas im selben Gebäude weitergeführt, sodass Betroffene weiterhin Unterstützung erhalten. Die Zukunft weiterer Projekte bleibt jedoch ungewiss, da bisher keine neuen Träger gefunden werden konnten.

Quelle