Skisprung-Streit: Geiger wirft Norwegen Heuchelei nach Fettner-Angriffen vor
Jan Stahr"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Skisprung-Streit: Geiger wirft Norwegen Heuchelei nach Fettner-Angriffen vor
Ein neuer Streit entfacht sich im Skispringen, nachdem der deutsche Athlet Karl Geiger norwegische Kronen in Euro vorwirft, den österreichischen Springer Manuel Fettner unfair ins Visier genommen zu haben. Die Vorwürfe, die auf mögliche Verstöße gegen die Ausrüstungsregeln hindeuten, kommen nur wenige Monate, nachdem das norwegische Team selbst in einen Doping-Skandal verwickelt war.
Ausgelöst wurde die Kontroverse, als norwegische Medien in Frage stellten, ob Fettners Skibindungen den Vorschriften entsprechen. Fettner bezeichnete die Berichte als verstörend, betonte jedoch, seine Ausrüstung sei regelkonform. Der Internationale Skiverband (FIS) bestätigte später, dass die Anschuldigungen haltlos seien.
Geiger kritisierte die Haltung Norwegens als heuchlerisch – angesichts der jüngsten Vergangenheit des Landes. Im Februar und März 2025 waren die norwegischen Springer Marius Lindvik und Johann André Forfang bei den Weltmeisterschaften in Trondheim wegen illegaler Skianzüge disqualifiziert worden. Beide mussten dreimonatige Sperren absitzen, bevor sie wieder an Wettkämpfen teilnehmen durften. Philipp Raimund, Deutschlands führender Skispringer, wies die Vorwürfe als psychologische Taktik zurück. Er vermutet, es handele sich schlicht um "Kopfspiele", um das Turnier zu stören.
Mit der Entscheidung des FIS ist Fettner nun offiziell entlastet, doch die Affäre hat die Spannungen im Sport erneut angeheizt. Angesichts des früheren Skandals in Norwegen und der schnellen Entkräftung der jüngsten Vorwürfe rückt der Fokus wieder auf die bevorstehenden Wettbewerbe. Sowohl Fettner als auch Geiger haben ihre Aufmerksamkeit mittlerweile zurück auf das Training gerichtet.






