Studienplätze ohne NC: Immer mehr Hochschulen öffnen ihre Türen
Studium in Deutschland wird für viele Studierende zugänglicher
Ein neuer Bericht zeigt: An den meisten Hochschulen sind Bachelorstudiengänge nicht mehr an bestimmte Abschlussnoten gebunden. Diese Entwicklung stellt einen deutlichen Wandel im Vergleich zu vor zehn Jahren dar, als noch fast die Hälfte aller Studiengänge Zulassungsbeschränkungen hatten.
Vor einem Jahrzehnt verlangten noch 47,6 Prozent der Bachelorprogramme bestimmte Abitur-Noten für die Aufnahme. Heute sind es nur noch 31,6 Prozent – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Sieben von zehn Studiengängen können Studierende nun ohne Sorgen um ihre Schulabschlussnoten belegen.
Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor den höchsten Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen. Hamburg hingegen verzeichnet einen deutlichen Rückgang: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der Studiengänge mit Zugangshürden von 62,4 auf 37,6 Prozent.
Am wenigsten Barrieren gibt es für Studieninteressierte in Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. In diesen Bundesländern hat weniger als jeder fünfte Studiengang Zulassungsvoraussetzungen. Bis zum Wintersemester 2026/27 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel aller Studiengänge in Deutschland für alle Bewerberinnen und Bewerber offen sein.
Der Rückgang der Zulassungsbeschränkungen bedeutet, dass immer mehr Studierende ihr Wunschfach studieren können. Hochschulen in mehreren Bundesländern bieten bereits einen breiten Zugang – und dieser Trend wird sich fortsetzen. Bis 2026 wird die Mehrheit der Studiengänge keine Notengrenzen mehr für die Aufnahme vorgeben.






