25 January 2026, 10:42

TeamViewer-Aktie stürzt um 46 Prozent – Leerverkäufer erhöhen Druck auf den Softwareanbieter

Ein Börsenchart mit einem weißen Hintergrund, einem roten nach oben zeigenden Pfeil, einem grünen nach unten zeigenden Pfeil und Text oben und unten, der einen Abwärtstrend anzeigt.

TeamViewer-Aktie stürzt um 46 Prozent – Leerverkäufer erhöhen Druck auf den Softwareanbieter

TeamViewer-Aktie durchlebt turbulentes Jahr – Kurssturz um 46 Prozent

Die Aktie von TeamViewer hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate verlor sie 46 Prozent an Wert. Der Anbieter für Fernzugriffslösungen notiert mittlerweile fast 57 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch – ein Zeichen für schwindendes Investorenvertrauen. Leerverkäufer haben ihre Wetten gegen das Unternehmen ausgeweitet und verweisen auf Bedenken hinsichtlich Wachstum und Bewertung.

Aktuelle Meldungen zeigen Verschiebungen in den Positionen großer Investoren. So reduzierte Citadel Securities (Europe) ihre Leerverkaufsposition von 0,60 auf 0,53 Prozent. Auch Qube Research & Technologies drosselte sein Engagement und senkte die Quote von 2,15 auf 2,05 Prozent. Gleichzeitig ging AQR Capital Management in die Offensive und erhöhte die Nettoleerverkaufsposition von 2,92 auf 3,01 Prozent – damit überschritt das Unternehmen die kritische 3-Prozent-Marke.

TeamViewer versuchte unterdessen, die Märkte zu beruhigen, und bestätigte, die eigenen Umsatzprognosen für 2025 zu erreichen. Die Vorabmitteilung enthielt zwar keine unmittelbaren Negativüberraschungen, doch die Skepsis bleibt. Leerverkäufer argumentieren, das Unternehmen sehe sich einer abflachenden Wachstumsdynamik bei den wiederkehrenden Jahreserträgen (ARR) gegenüber, die ihrer Einschätzung nach unter zehn Prozent stagnieren werde. Zudem verweisen sie auf Risiken durch die hohe Kundenkonzentration – insbesondere die Abhängigkeit von Großkunden wie der Deutsche Telekom – sowie auf Margendruck durch steigende Kosten. Ihr Kursziel für die Aktie liegt bei 15 bis 20 Euro bis Mitte 2026, wobei sie bei einer weiteren Schwäche der Nachfrage im Unternehmenssegment in Europa auch Dividendenkürzungen für möglich halten.

Trotz der pessimistischen Einschätzungen sehen einige Analysten Chancen. Die Bank of America stuft die Aktie als „deutlich unterbewertet“ ein, andere verweisen auf erhebliches Aufwärtspotenzial. Alle Blicke richten sich nun auf den 10. Februar 2026, wenn TeamViewer die vollständigen, geprüften Jahresergebnisse 2025 sowie die aktualisierte Prognose für 2026 vorlegt. Die Veröffentlichung könnte richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Kurses sein.

Die anstehenden Zahlen werden Aufschluss über die finanzielle Verfassung und die Wachstumsaussichten des Unternehmens geben. Angesichts steigender Leerverkaufsaktivitäten, aber auch optimistischerer Stimmen von Analysten, könnte die Veröffentlichung am 10. Februar entscheiden, ob sich die Aktie stabilisiert – oder unter weiteren Druck gerät. Investoren suchen nach Anzeichen für eine Besserung der Geschäftsentwicklung oder für tiefgreifendere Herausforderungen in der Zukunft.