Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau und Dividendenpläne vor Hauptversammlung
Hans Jürgen ZobelThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau und Dividendenpläne vor Hauptversammlung
Thyssenkrupp-Beschäftigte gehen gegen Stellenabbau und Dividendenausschüttungen auf die Straße
Rund 3.000 Mitarbeiter des Stahlherstellers HKM haben vor der Hauptversammlung von Thyssenkrupp in Bochum gegen geplante Stellenstreichungen und Dividendenzahlungen protestiert. Die Gewerkschaft IG Metall warf dem Konzern vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen.
Die Arbeitnehmer demonstrierten gegen eine vorgeschlagene Dividende von 15 Cent pro Aktie, was insgesamt 93 Millionen Euro ausmachen würde. Sie forderten die Aktionäre auf, die Ausschüttung abzulehnen, und argumentierten, das Geld solle stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen fließen. Uwe Eckardt, Vorsitzender des HKM-Betriebsrats, gehörte zu den Anführern des Protests.
Die Beschäftigten verlangten zudem einen Sozialtarifvertrag, um ihre Zukunft abzusichern. Die Unsicherheit ist Folge der Umstrukturierungspläne von Thyssenkrupp, die mit massiven Arbeitsplatzverlusten drohen. Die Kundgebungen spiegelten die wachsenden Spannungen zwischen Unternehmen und Belegschaft über die finanziellen Prioritäten wider.
IG Metall unterstützte die Forderungen der Arbeitnehmer und kritisierte Thyssenkrupp scharf dafür, Aktionärsinteressen über die Stabilität der Beschäftigten zu stellen. Der gewerkschaftliche Rückhalt verlieh den Protesten zusätzliches Gewicht, während die Mitarbeiter angesichts drohender Entlassungen stärkere Schutzmaßnahmen einforderten.
Die Demonstrationen in Bochum setzten die Konzernführung vor der anstehenden Entscheidungsfindung unter Druck. Nun bleibt abzuwarten, ob die Aktionäre die Dividendenpläne überdenken. Das Ergebnis könnte die Zukunft Tausender Arbeitsplätze beim Stahlproduzenten entscheidend prägen.