Tonne fordert rasche Einführung des Industriestrompreises – sonst drohen Jobverluste
Albertine StollMinister: "Industriestrompreis ist kein Nice-to-have" - Tonne fordert rasche Einführung des Industriestrompreises – sonst drohen Jobverluste
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne drängt auf eine schnellere Umsetzung des geplanten Industriestrompreises. Er warnt, dass Verzögerungen zu Arbeitsplatzverlusten in Schlüsselbranchen führen könnten. Das Vorhaben, das 2026 starten soll, zielt darauf ab, stromintensive Industrien wie Stahl und Chemie zu entlasten.
Der Industriestrompreis soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten und bis 2028 laufen. Die Kosten des Entwurfs der Bundesregierung werden auf über drei Milliarden Euro geschätzt. Tonne betont jedoch, dass Unternehmen bereits jetzt Entlastung benötigen – schließlich gingen monatlich Arbeitsplätze verloren.
Der Minister setzt sich für einen Zielpreis von fünf bis sechs Cent pro Kilowattstunde ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrien zu sichern. Gegen zusätzliche bürokratische Hürden spricht er sich aus und fordert eine unkomplizierte und zügige Einführung. Zudem verwies Tonne darauf, dass Niedersachsen zwar über eine starke Wasserstoffinfrastruktur verfüge, aber stabile bundespolitische Rahmenbedingungen brauche, um davon voll zu profitieren. Über die Strompreisfrage hinaus unterstrich er die Notwendigkeit klarer langfristiger Planungen. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung reichten nicht aus, um Unternehmen international konkurrenzfähig zu halten, so Tonne.
Der geplante Industriestrompreis soll die Energiekosten für stromintensive Branchen senken. Bei einer Umsetzung wie vorgesehen könnte er der Stahl-, Chemie- und anderen Industrien helfen, die im globalen Wettbewerb stehen. Tonnes Warnungen deuten darauf hin, dass ohne schnellere Schritte weitere Arbeitsplatzverluste drohen.






