08 February 2026, 02:48

TSV 1860 München steckt in der tiefsten Krise seit Jahren

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feierlich mit einer 'Ligue 1'-Plakette im Hintergrund.

1860 München sinkt zurück in die Mittelmäßigkeit - TSV 1860 München steckt in der tiefsten Krise seit Jahren

TSV 1860 München erleidet fünfte Niederlage in Folge ohne Sieg

Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen die VfB Stuttgart II bleibt TSV 1860 München zum fünften Mal in Folge ohne Sieg. Die Niederlage zementiert die Position des Traditionsvereins im Mittelfeld der 3. Liga – fernab der Aufstiegsränge. Mannschaftskapitän Thore Jacobsen kritisierte die Leistung seines Teams nach dem Spiel als "amateurhaft" und ohne Kampfgeist.

Die Partie nahm früh eine ungünstige Wendung, als die Stuttgarter Zweitvertretung die erste Halbzeit dominierte. Noah Darvich und Justin Diehl trafen vor der Pause und setzten die Hausherren damit klar unter Druck. 1860 München fand lange keine Antwort, bis Sigurd Haugen in der 85. Minute mit seinem achten Saisontreffer den Anschlusstreffer erzielte.

Die Pleite verlängert die besorgniserregende Serie unter Trainer Daniel Bierofka. Seit Jahresbeginn gelang dem Team kein einziger Sieg – darunter drei Unentschieden im Januar. Das 2:2 gegen Alemannia Aachen offenbarten dabei weiterhin bestehende Probleme, obwohl Stürmer Florian Niederlechner nach seiner Verletzungspause zurückkehrte. Auch Mittelfeldspieler Haugen, der noch nicht wieder voll belastbar ist, kämpft mit Formschwächen.

Abseits des Platzes steht der Verein im Kontrast zum allgemeinen Wachstum der Liga. Während die Umsätze der 3. Liga in dieser Saison um 15 Prozent auf 334,8 Millionen Euro stiegen, ist 1860 München weiterhin auf Investorengelder angewiesen, um Defizite auszugleichen. Mit neun Siegen, sechs Unentschieden und acht Niederlagen nach 23 Spielen liegt die Mannschaft auf Platz neun, bei einer Tordifferenz von -1 und 33 Punkten. Der Schwung der Vorsaison ist verflogen – Fans und Vereinsführung zeigen sich zunehmend frustriert.

Trainer Markus Kauczinski fordert seit Wochen mehr Einsatz von seinen Spielern. Doch bei weiterhin inkonsistenten Leistungen und ausbleibenden Ergebnissen wächst der Druck auf die Mannschaft, endlich eine Trendwende einzuleiten.

Die Niederlage gegen Stuttgart II besiegelt die sieglose Serie auf fünf Spiele. Mit Platz neun und abgehängt vom Aufstiegsrennen rückt nun die Frage in den Fokus, ob das Team in den kommenden Wochen die Kurve kriegt. Die scharfe Kritik des Kapitäns Jacobsen unterstreicht die Dringlichkeit für einen Wandel.