US-Spezialeinsatz in Venezuela: Maduro festgenommen – BSW fordert klare Haltung von Kanzler Merz
Albertine StollThüringer BSW kritisiert Merz wegen Haltung zu Venezuela - US-Spezialeinsatz in Venezuela: Maduro festgenommen – BSW fordert klare Haltung von Kanzler Merz
Die US-Streitkräfte haben in Venezuela eine Geheimoperation durchgeführt, bei der Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores festgenommen wurden. Die von der Delta Force ausgeführte Aktion hat scharfe Kritik deutscher Politiker hervorgerufen, darunter führende Vertreter der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen. Diese werfen den USA vor, gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben, und fordern eine deutliche Verurteilung von Bundeskanzler Friedrich Merz.
In den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 startete die US-Spezialeinheit die Operation Absolute Resolve in Caracas. Das Delta-Force-Team nahm Maduro und Flores in ihrer Residenz fest und brachte sie per Helikopter auf die USS Iwo Jima. Von dort wurden sie nach Guantánamo Bay und schließlich nach New York gebracht, wo Maduro im Metropolitan Detention Center in Brooklyn inhaftiert wurde.
Die BSW-Spitze in Thüringen verurteilte die Aktion umgehend. Gernot Süßmuth, Landesvorsitzender der Partei, argumentierte, die USA hätten ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats gehandelt und damit sowohl das Völkerrecht als auch die Prinzipien der Vereinten Nationen verletzt. Katja Wolf, Thüringens Finanzministerin und BSW-Landeschefin, kritisierte Kanzler Merz dafür, den Einsatz nicht ausdrücklich verurteilt zu haben. Die Partei vermutet zudem wirtschaftliche Motive hinter der Intervention – insbesondere Venezuelas Rolle als wichtiger Öllieferant. Die BSW fordert die Bundesregierung auf, den US-Angriff öffentlich zu verurteilen.
Maduro und seine Frau befinden sich weiterhin in US-Gewahrsam. Der Druck der BSW auf Berlin, Stellung zu beziehen, wächst. Der Vorfall wirft Fragen nach der Rechtmäßigkeit des Vorgehens der USA und den möglichen diplomatischen Folgen auf.






