Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit bis zu 100.000 betroffenen Jobs
Jan StahrVolkswagen plant radikale Umstrukturierung mit bis zu 100.000 betroffenen Jobs
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen, von denen bis zu 100.000 Beschäftigte in Deutschland betroffen sein könnten. Die Ankündigung hat die Arbeitnehmervertreter überrascht – trotz vorheriger Gespräche mit führenden Gewerkschaftsvertretern. Zudem könnte der Konzern vier Werke schließen, darunter die Standorte Hannover und Emden.
Die Volkswagen-Führung bereitet eine groß angelegte Umstrukturierung vor. Zu den Plänen gehört die Schließung von Werken in Niedersachsen, konkret in Hannover und Emden. Die Veränderungen könnten einen erheblichen Teil der Belegschaft an vier deutschen Standorten treffen.
Die Mitarbeitervertreter zeigten sich von der Ankündigung überrascht. Zwar war der Spitzenvertreter der Arbeitnehmer in frühere Gespräche eingebunden, das Ausmaß der Kürzungen kam jedoch unerwartet. Der Aufsichtsrat wird die Pläne am 9. Juli in einer Sitzung unter Leitung von Konzernchef Oliver Blume prüfen.
Analysten prognostizieren für das nächste Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro. Die Aktie notiert derzeit bei 72,54 Euro, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt in diesem Geschäftsjahr bei 3,7 und für 2027 bei 3,0.
Die geplanten Reformen markieren eine deutliche Wende für das Unternehmen. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und mehrere Standorte könnten auf dem Spiel stehen. Die Entscheidung des Aufsichtsrats am 9. Juli wird über die nächsten Schritte für Volkswagen und seine Belegschaft entscheiden.
