Wallauer Kurve in Wiesbaden: Bahn-Projekt scheitert an formalen Mängeln – doch Hoffnung bleibt
Lissi StiebitzAntrag für das Schienenprojekt 'Wallauer Spange' abgelehnt - Wallauer Kurve in Wiesbaden: Bahn-Projekt scheitert an formalen Mängeln – doch Hoffnung bleibt
Die Eisenbahn-Bundesaufsicht hat den Planfeststellungsantrag für das Schienenprojekt "Wallauer Kurve" in Wiesbaden abgelehnt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bezeichnete die Entscheidung als enttäuschend, betonte jedoch, dass die Stadt die Zusage einer zügigen Klärung erhalten habe. Die Ablehnung bedeute nicht automatisch eine Verzögerung des Vorhabens.
Der von der DB InfraGo AG – einer Tochter der Bahn – eingereichte Antrag wurde als unvollständig bewertet. Die Behörden begründeten dies damit, dass wesentliche Fragen nicht ausreichend beantwortet worden seien und umfangreiche Nachbesserungen erforderlich seien. Dennoch versicherten die Verantwortlichen, dass die Mängel behoben werden könnten und ein neuer Antrag im gleichen Prüfverfahren bearbeitet werde.
Mende gab bekannt, dass ihm das Bundesbauministerium die fortgesetzte Unterstützung der Bundesregierung für das Projekt zugesichert habe. Zudem sei der Stadt zuvor mitgeteilt worden, dass das Genehmigungsverfahren zügig voranschreiten werde. Nun wird erwartet, dass die DB InfraGo ein neues Planfeststellungsverfahren einleitet.
Bisher wurden keine Details zu einer konkreten Projektverantwortlichen oder einem Projektverantwortlichen bei der DB InfraGo bekannt, der oder die die Bauarbeiten an der Wallauer Kurve überwacht.
Als nächste Schritte muss die DB InfraGo die beanstandeten Lücken im Antrag schließen, bevor eine erneute Einreichung erfolgt. Die weiterhin signalisierte Rückendeckung der Bundesregierung deutet darauf hin, dass das Projekt weiter auf Kurs bleibt – auch wenn noch kein überarbeiteter Zeitplan vorliegt. Die Stadt Wiesbaden wird den Prozess weiterhin genau verfolgen.