Beamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert 7 Prozent mehr Lohn
Rund 500 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Kiel haben diese Woche an einem Warnstreik teilgenommen. Die von der dbb beamtenbund und tarifunion organisierte Protestaktion forderte höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Mitarbeiter bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei, um vor den anstehenden Verhandlungen Druck für ihre Forderungen aufzubauen.
Der Streik richtete sich an die Tarifgemeinschaft der deutschen Länder im Vorfeld der Lohnverhandlungen für 2026. Besonders sichtbar waren Beschäftigte aus dem Straßenbau und der Finanzverwaltung. Ihre zentrale Forderung lautet: eine siebenprozentige Lohnerhöhung, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat.
Die Arbeitgeber lehnten diese Forderungen in der ersten Verhandlungsrunde als nicht finanzierbar ab. Die Protestierenden bestanden darauf, dass eine mögliche Lohnerhöhung auch für Beamte gelten müsse. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Januar in Potsdam angesetzt. Finanzministerin Silke Schneider von den Grünen zeigte sich zuversichtlich und erklärte, man könne bis Ende Februar noch zu einer fairen Einigung kommen.
Der Warnstreik in Kiel markiert einen frühen Vorstoß der Landesbediensteten in Schleswig-Holstein für bessere Bezahlung. Mit der Wiederaufnahme der Gespräche im Januar wird es darauf ankommen, dass beide Seiten Kompromisse finden. Das Ergebnis wird die Gehälter von Tausenden Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Region bestimmen.






