Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Norddeutschlands Universitäten und Kliniken lahm
Lissi StiebitzWarnstreiks an Universit├Ąten und Universit├Ątskliniken im Norden - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Norddeutschlands Universitäten und Kliniken lahm
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Norddeutschland legen Warnstreiks für höhere Löhne auf – Universitäten und Krankenhäuser stark betroffen
Im Norden Deutschlands haben Beschäftigte des öffentlichen Sektors Warnstreiks für höhere Löhne durchgeführt, die zu erheblichen Beeinträchtigungen an Universitäten und Krankenhäusern geführt haben. Zwischen 300 und 400 Streikende versammelten sich an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel im Rahmen der Proteste, die auch Lübeck und andere wichtige Standorte erfassten.
Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die Forderungen der Gewerkschaften Verdi und des dbb beamtenbund und tarifunion nach einer Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Betroffen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Urlaub, darunter über 900.000, die unter landesweite Tarifverträge fallen. Universitäten, die zu den größten Arbeitgebern in Schleswig-Holstein zählen, stehen wegen prekärer Arbeitsbedingungen in der Kritik – trotz der unverzichtbaren Rolle ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Besonders hart trafen die Streiks die Krankenhäuser: Zahlreiche Operationssäle blieben geschlossen, und radiologische Abteilungen arbeiteten nur eingeschränkt. An Universitätskliniken wie dem UKSH in Kiel und Lübeck kam es zu massiven Beeinträchtigungen. Ein nicht namentlich genannter Verdi-Sprecher richtete sich an die Versammelten, gab jedoch keine weiteren Details bekannt.
Vor der dritten Verhandlungsrunde, die vom 11. bis 13. Februar stattfindet, bleibt der Tarifkonflikt ungelöst. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, drohen weitere Streiks.
Der Lohnstreit hat bereits zu Ausfällen bei wichtigen Dienstleistungen geführt, und weitere Arbeitsniederlegungen zeichnen sich ab. Die anstehenden Gespräche im Februar werden entscheiden, ob die Forderung nach 7 Prozent mehr Lohn – oder mindestens 300 Euro – erfüllt wird. Davon hängt die Zukunft von Millionen Beschäftigten in der Region ab.