Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Schleswig-Holsteins Winterdienst lahm
Lissi StiebitzWinterdienst kündigt Warnstreik im Norden an - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Schleswig-Holsteins Winterdienst lahm
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein legen am Donnerstag, den 12. Februar 2026, Warnstreiks auf
Die von der Gewerkschaft ver.di organisierten Arbeitsniederlegungen richten sich vor allem gegen Straßenmeistereien, da die Tarifverhandlungen weiterhin feststecken. Autofahrer werden aufgefordert, auf den vereisten Straßen während der Streiks besonders vorsichtig zu sein.
An den Warnstreiks beteiligen sich 22 Straßenmeistereien in der gesamten Region. Zwar übernehmen externe Dienstleister einen Teil der dringendsten Aufgaben, doch könnte es dennoch zu Verzögerungen bei der Winterdienst-Bearbeitung kommen. Den streikenden Beschäftigten wird, wo möglich, über diese Auftragnehmer eine Entschädigung gezahlt.
In Kiel ist eine gemeinsame Kundgebung geplant, an der Arbeitnehmer aus verschiedenen Branchen teilnehmen sollen. Hintergrund der Aktion sind Forderungen von ver.di und dem dbb nach einer Lohnerhöhung von 7 Prozent – mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat – für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bundesweit. Auch andere Gewerkschaften wie die GdP, IG Bau und GEW haben Warnstreiks in ihren jeweiligen Bereichen angekündigt.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Angesichts der bereits jetzt glatten Straßen fordern die Behörden die Autofahrer auf, während der Streiks besonders aufmerksam zu sein.
Durch die Warnstreiks wird der Winterdienst in Teilen Schleswig-Holsteins eingeschränkt. Zwar übernehmen Dienstleister einige Aufgaben, doch sind Verzögerungen bei den Winterdienstleistungen wahrscheinlich. Der Tarifstreit betrifft Millionen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst in ganz Deutschland.