Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Winterdienst in Schleswig-Holstein lahm
Jan StahrEingeschränkter Winterdienst im Norden am Donnerstag - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Winterdienst in Schleswig-Holstein lahm
Beschäftigte im öffentlichen Dienst starten Warnstreiks – Lohnverhandlungen stocken
In ganz Deutschland haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mit Warnstreiks begonnen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. In Schleswig-Holstein wird die Aktion am Donnerstag den Winterdienst beeinträchtigen – bei frostigen Bedingungen eine gefährliche Entwicklung. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr für alle Beschäftigten.
Die Streiks, die am 3. Februar begannen, erfassen mittlerweile alle 16 Bundesländer. Verdi und der dbb beamtenbund und tarifunion setzen sich bundesweit für höhere Löhne ein. Auch in Husum ist im Rahmen der Proteste eine Kundgebung geplant.
Schleswig-Holstein besonders betroffen: Winterdienst lahmliegt In Schleswig-Holstein wird die Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) mit Personalengpässen kämpfen, da sich Beschäftigte aus 22 Standorten am Ausstand beteiligen. Um die Risiken zu begrenzen, hat die LBV mit Verdi Notfallvereinbarungen getroffen, um wichtige Strecken offen zu halten. Zudem springen private Unternehmen ein, um Lücken zu schließen.
Bei angekündigtem Schnee und Glätte müssen Autofahrer vor allem auf Landstraßen mit rutschigen Verhältnissen rechnen. Durch den eingeschränkten Winterdienst bleibt morgendliche Glatteisgefahr bestehen. Die LBV wird zwar besonders gefährliche Stellen priorisieren, doch mit Verzögerungen bei der Räumung ist zu rechnen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt.
Sicherheit auf den Straßen auf dem Prüfstand Der Streik wird die Verkehrssicherheit in Schleswig-Holstein am Donnerstag auf eine harte Probe stellen: Der Winterdienst läuft nur eingeschränkt. Notfallpläne und private Einsatzkräfte sollen die größten Risiken abfedern, doch Autofahrer müssen sich auf schwierige Bedingungen einstellen. Währenddessen sollen die Tarifgespräche in der kommenden Woche fortgesetzt werden – beide Seiten suchen nach einer Lösung.