06 January 2026, 17:24

Warnstreiks in Schleswig-Holstein: Beamte fordern sieben Prozent mehr Lohn vor Tarifrunde

Menschen mit Plakaten auf einer Straße, im Hintergrund Gebäude, Bäume, Laternenpfähle und der Himmel.

Beamte protestieren vor der Landeskanzlei in Kiel - Warnstreiks in Schleswig-Holstein: Beamte fordern sieben Prozent mehr Lohn vor Tarifrunde

Hunderte Staatsbedienstete in Schleswig-Holstein sind diese Woche auf die Straße gegangen, um höhere Löhne zu fordern. Die Proteste fanden nur wenige Tage vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen statt, die am 15. Januar in Potsdam beginnen soll. Die Beschäftigten bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei und verlangten eine siebenprozentige Lohnerhöhung sowie einen Mindestzuschlag von 300 Euro monatlich.

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Rund 500 Landesangestellte beteiligten sich in Kiel an einem Warnstreik, organisiert vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Gewerkschaft Tarifunion. Die Demonstranten forderten zudem, dass die Lohnerhöhung auch für Beamte gelten solle – nicht nur für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sprach zu den Versammelten und äußerte die Hoffnung, bis Ende Februar eine faire Einigung zu erreichen.

Die Arbeitgeberseite, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), lehnte die Forderungen in der ersten Verhandlungsrunde ab. Die vorgeschlagenen Lohnerhöhungen wurden als nicht finanzierbar bezeichnet – damit zeichnet sich ein harter Verhandlungsmarathon ab, wenn die Gespräche in Potsdam wiederaufgenommen werden.

Die anstehenden Verhandlungen werden entscheiden, ob die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre geforderte Gehaltserhöhung durchsetzen können. Da beide Seiten bisher unnachgiebig bleiben, könnten die Ergebnisse die Lohnvereinbarungen für Tausende Arbeitnehmer prägen. Eine endgültige Entscheidung wird bis Ende Februar erwartet.