Wegners Krisenrede: Berlins Bürgermeister rechtfertigt sich nach dem Blackout-Chaos
Albertine StollWegner äußert sich zur Stromausfall - Wegners Krisenrede: Berlins Bürgermeister rechtfertigt sich nach dem Blackout-Chaos
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner wird am Donnerstag um 10:00 Uhr vor dem Abgeordnetenhaus sprechen, um sein Krisenmanagement während des jüngsten flächendeckenden Stromausfalls in der Stadt zu erklären. Der Blackout, der am 3. Januar begann, hatte 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Unternehmen ohne Strom zurückgelassen. Kritiker stellen seine Handlungen während der Krise bereits infrage.
Ausgelöst wurde der Stromausfall durch einen mutmaßlichen Brandanschlag linker Extremisten auf eine Kabelbrücke. Bis zum vergangenen Mittwoch, dem 7. Januar, war die Versorgung vollständig wiederhergestellt. In der frühen Phase der Krise sah sich Wegner jedoch mit Vorwürfen konfrontiert, weil er stattdessen Tennis gespielt hatte, anstatt die Einsatzmaßnahmen zu koordinieren. Zwar räumte er dies später ein, verschwieg den Vorfall zunächst – was die Kritik weiter anheizte.
Oppositionsparteien, darunter die rechtspopulistische AfD, werfen ihm vor, die Öffentlichkeit belogen zu haben. Einige fordern sogar seinen Rücktritt. Nach seiner Stellungnahme wird eine hitzige Debatte über das Krisenmanagement der Regierung erwartet. Wegner, Mitglied der CDU, steht nun unter Druck, seine Entscheidungen offenzulegen und das Vertrauen in seine Führung wiederherzustellen.
Im Mittelpunkt seiner Rede wird stehen, wie Berlin den Blackout und dessen Folgen bewältigt hat. Abgeordnete verschiedener Parteien kündigten bereits an, seine Darlegungen infrage zu stellen. Das Ergebnis der Debatte könnte künftige Strategien der Stadt zur Krisenbewältigung prägen.






