Wincent Weiss über die Einsamkeit des Ruhms vor neuem Albumstart
Hans Jürgen ZobelGespräche sind für Wincent Weiss oft eine Einbahnstraße - Wincent Weiss über die Einsamkeit des Ruhms vor neuem Albumstart
Popstar Wincent Weiss spricht über die Schattenseiten des Ruhms vor Veröffentlichung seines fünften Albums
Der 31-jährige Popsänger Wincent Weiss hat sich vor dem Erscheinungstermin seines fünften Albums über die Herausforderungen des Ruhms geäußert. Der Künstler, der vor einem Jahrzehnt seinen Durchbruch feierte, gibt offen zu, dass sein Prominentenstatus oft normale Gespräche erschwert. Sein neues Werk Got a Minute? erscheint diesen Freitag im Handel.
Erstmals auf sich aufmerksam machte Weiss 2013 in der Castingshow Deutschlands nächster Superstar. Nur ein Jahr später gelang ihm mit Musik sein sein erster Solo-Hit – der Startschuss für seine Musikkarriere. Seither stellt er fest, dass viele Menschen nur seinen Ruhm wahrnehmen, statt ihn als Person kennenzulernen.
Der Sänger erklärt, dass sich Gespräche oft schlagartig ändern, sobald er seinen Beruf erwähnt. Fremde fragen ihn dann meist nach seiner Musik oder seinem Leben als Star, statt nach persönlichen Themen. Echte, unvoreingenommene Begegnungen werden so zur Seltenheit – selbst im Alltag. Trotz der Schwierigkeiten in der Heimat schätzt Weiss die Anonymität, die er auf Reisen im Ausland erlebt. Dort genießt er es, Menschen auf natürliche Weise kennenzulernen, ohne gleich erkannt zu werden – ein Luxus, den er in Deutschland kaum hat.
Sein neues Album Got a Minute? umfasst 18 Titel, die sich mit Liebe und der Vergänglichkeit der Zeit beschäftigen. Die Platte erscheint am Freitag und krönt damit ein Jahrzehnt im Popgeschäft. Für Weiss bleibt es eine Gratwanderung zwischen Ruhm und echten zwischenmenschlichen Verbindungen.