Zwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busdienstes in Salzgitter
Jan StahrZwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busdienstes in Salzgitter
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen für den Erhalt des On-Demand-Busdienstes Flexo. Der Service, der Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad, Baddeckenstedt und weitere umliegende Orte bedient, verliert Ende 2026 seine regionale Förderung. Ohne neue Vereinbarungen müssen die Kommunen die Kosten übernehmen oder riskieren, die Verkehrsverbindung vollständig zu verlieren.
Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, beide Schülerinnen in Salzgitter-Thiede, haben sich für den Erhalt von Flexo engagiert. Sie starteten eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hatte. Zudem verteilten sie Flyer, kontaktierten den Betriebsrat der KVG und sprachen mit lokalen Politikern, darunter Christian Striese, Bürgermeister des Salzgitterer Stadtteils Nordost.
Flexo wurde mit regionaler Unterstützung ins Leben gerufen und wird seit Beginn zu 50 Prozent vom Regionalverband Braunschweig finanziert. Diese Förderung läuft 2026 aus. Danach muss jede Kommune entscheiden, ob sie die Kosten im Rahmen ihrer Nahverkehrspflichten übernimmt.
Die Zukunft von Flexo hängt nun von politischen Entscheidungen ab. Die lokalen Verantwortlichen müssen noch in diesem Jahr abstimmen, ob der Service 2027 weiterbetrieben wird. Einige Regionen haben Flexo bereits langfristig gesichert: Im Landkreis Gifhorn ist die Finanzierung bis 2033 gesichert, in Baddeckenstedt läuft der Betrieb bis 2031 garantiert weiter.
Falls keine neue Förderung vereinbart wird, stellt Flexo in den meisten Gebieten nach 2026 den Betrieb ein. Mit ihrer Kampagne wollen die Schülerinnen die Kommunen dazu drängen, vor der Frist eine Entscheidung zu treffen. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob die Bewohner in Salzgitter und den umliegenden Orten ihren flexiblen Busverkehr behalten können.






