28 June 2026, 12:18

Berlin sucht verzweifelt nach kühlen Orten während der Hitzewelle

Berliner Kirchen bieten kühle Erholung

Berlin sucht verzweifelt nach kühlen Orten während der Hitzewelle

Berlin leidet unter Mangel an kühlen öffentlichen Räumen während Hitzewellen

Nur eine Handvoll evangelischer Kirchen in der Hauptstadt öffnet unter der Woche durchgehend ihre Türen, um den Bürgern Abkühlung von den hohen Temperaturen zu bieten. Kritiker werfen der Stadt vor, zu wenig zu tun, um den Anwohnern eine Flucht vor der Hitze zu ermöglichen.

Kirchenvertreter aus Berlin und Brandenburg haben ihre Gemeinden aufgerufen, ihre Gebäude als kühle Zufluchtsorte zugänglich zu machen. Sowohl evangelische als auch katholische Kirchen unterstützen die Initiative. Viele Kirchen bleiben jedoch aus Sicherheitsbedenken und wegen der Personalkosten verschlossen.

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Aktuell öffnen nur 13 evangelische Kirchen in der Hauptstadt täglich ihre Pforten. Dazu gehört die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg, die sich auf Ehrenamtliche stützt, um ganzjährig geöffnet zu bleiben. Auch die Marienkirche hält täglich für Besucher offen – allerdings vor allem für Touristen, da ein hauptamtlicher Küster die Betreuung übernimmt.

Die Wichern-Kirche in Spandau ist zwar geöffnet, verzeichnet aber keinen spürbaren Anstieg an Schutzsuchenden. Kirchen bleiben von Natur aus kühl, selbst ohne Klimaanlage, und eignen sich daher ideal als Hitzeschutz. Doch begrenzte finanzielle Mittel schränken ein, wie viele Gemeinden sich beteiligen können.

Die Opposition kritisiert den Senat scharf, weil er zu wenige kühle Rückzugsorte bereitstellt. Angesichts der geringen Zahl regelmäßig geöffneter Kirchen haben die Berliner kaum Alternativen, um extremer Hitze zu entkommen. Die Diskussion darüber, wie Ressourcen, Sicherheit und öffentlicher Bedarf in Einklang zu bringen sind, dauert an.

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