30 June 2026, 12:21

Gorleben bleibt weitere 20 Jahre Atommüll-Zwischenlager – trotz Protesten und Sicherheitsrisiken

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt weitere 20 Jahre Atommüll-Zwischenlager – trotz Protesten und Sicherheitsrisiken

Atomanlagen Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb

Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben wird voraussichtlich noch 20 Jahre länger betrieben. Die Verlängerung erfolgt, während die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle über das gesetzlich vorgesehene Zieljahr 2031 hinaus andauert. Die Entscheidung stößt sowohl auf Sicherheitszusagen als auch auf öffentliche Bedenken.

Die aktuelle Betriebsgenehmigung für Gorleben sollte ursprünglich 2034 auslaufen. Der Betreiber BGZ beantragt nun eine Verlängerung bis 2054 und begründet dies mit der Notwendigkeit regelmäßiger Sicherheitsüberprüfungen, um den sicheren Betrieb zu gewährleisten. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Genehmigungsverfahren für die Verlängerung begleiten.

In Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Diese wurden zwischen 1995 und 2011 in 13 Transporten angeliefert, wobei jeder Transport von massiven Protesten begleitet wurde. Seit 2024 errichtet BGZ eine zehn Meter hohe Schutzbarriere um das Gelände, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die Anlage war ursprünglich zwischen 1982 und 1983 mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager gebaut worden. Die lokale Bürgerinitiative (BI) äußert trotz der Zusagen des Betreibers weiterhin Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit.

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Die Verlängerung der Betriebsgenehmigung bedeutet, dass Gorleben noch Jahrzehnte lang Atommüll lagern wird. Da sich die Suche nach einem Endlager verzögert, bleibt die Zwischenlagerung vorerst die einzige Option. Die neue Schutzbarriere und laufende Sicherheitskontrollen sollen die Sorgen über die Haltbarkeit der Anlage mindern.

Quelle