Bayerns Forderung: Mehr Geld für Apotheken – oder die Versorgung bricht zusammen
Bayerns Forderung: Mehr Geld für Apotheken – oder die Versorgung bricht zusammen
In Deutschland hat sich die Debatte über die Finanzierung von Apotheken weiter zugespitzt – die Länder fordern dringend Reformen. Steigende Medikamentenkosten und Haushaltsengpässe haben das Thema in den Fokus gerückt, während viele Apotheken unter finanzieller Belastung leiden. Nun hat Bayerns Gesundheitsministerin den Bund zum Handeln aufgefordert, um die Zukunft der Apotheken im Gesundheitssystem zu sichern.
Der Streit um die Vergütung der Apotheken schwelt bereits seit 2021. Damals hatten stark gestiegene Arzneimittelpreise und knappe Budgets die Diskussion über die Anpassung der festen Zuschläge pro Rezept neu entfacht. 2022 schlug der Bundesrat vor, die Kürzungen auf maximal 3 % zu begrenzen und sie an die Inflation zu koppeln – doch frühere Pläne, etwa die AMNOG-Reform von 2023, sahen vor, die Zuschläge bis 2026 auf 2,3 % zu senken, was bisher noch nicht umgesetzt wurde.
Ende Januar dieses Jahres verschärfte der Bundesrat seine Forderungen: Er pochte auf eine Erhöhung des Festbetrags pro Packung und auf die Rücknahme der gelockerten Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) bezog eine klare Position: Sie fordert eine Anhebung des Zuschlags von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Rezept. Gleichzeitig warnte sie, dass weitere Verzögerungen bei der Bundeshilfe die Fähigkeit der Apotheken gefährden könnten, grundlegende Versorgungsleistungen zu erbringen.
Bayern lehnt jedoch eine vorgeschlagene Lösung kategorisch ab: den Einsatz von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) als Ersatz für Apotheker. Während einige Bundesländer diesen Schritt befürworten, um den Personalmangel zu lindern, argumentiert Gerlachs Regierung, dass dies die fachlichen Standards gefährden würde.
Mit seinem erneuten Vorstoß für höhere Zuschläge und strengere Filialregeln setzt der Bundesrat die Bundesregierung unter Druck. Sollten die Änderungen beschlossen werden, hätten sie direkte Auswirkungen auf die Finanzierung und den Betrieb der Apotheken. Bis dahin dauert die Debatte an – mit Ländern wie Bayern, die vor einer Verschärfung der finanziellen Lage warnen und schnelles Handeln einfordern.
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