Stuttgarts Kürbissuppen-Fest feiert Kunst, Tradition und eine singende Ode an den Kürbis

Albertine Stoll
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Ein lebendiger Plakatentwurf mit einer Wisconsin-Landkarte voller verschiedener Früchte, Gemüse und Snacks, auf dem "Festival Foods" steht.Albertine Stoll

Stuttgarts Kürbissuppen-Fest feiert Kunst, Tradition und eine singende Ode an den Kürbis

Stuttgarts Kürbissuppen-Fest kehrte am Samstagmorgen zurück

Am Samstagmorgen lockte das Kürbissuppen-Fest in Stuttgart rund zwei Dutzend Besucher in den Kurpark. Im Mittelpunkt des Gemeinschafts- und Kunstfestes stand die ikonische, gepunktete Kürbisskulptur der Künstlerin Yayoi Kusama. Wer die gespendete Suppe probieren wollte, musste dafür eine extra für den Anlass verfasste "Ode an den Kürbis" singen.

Das Fest fand direkt neben der berühmten Kürbisskulptur statt, die seit 2004 auf den Dern'schen Wiesen steht. Ursprünglich für den Stuttgarter "Kunstsommer" geschaffen, symbolisiert das große, gepunktete Werk Unendlichkeit und Besessenheit. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem Wahrzeichen der Stadt – es zieht Besucher für Fotos an, war Schauplatz von Vandalismus wie der Graffiti-Entfernung 2018 und diente als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen. Auf öffentlichen Wunsch hin verlegte die Stadt die Skulptur später an ihren heutigen Standort nahe dem Wochenmarkt.

Das Kürbissuppen-Fest verbindet Tradition mit Kreativität. Die Gäste tauschten Kürbisrezepte aus, in denen von Hokkaido-Kürbissen bis hin zu Varianten mit Riesling oder Champagner alles vertreten war. Die malerische Kulisse – leuchtend orange Kürbisse vor den historischen Gebäuden des Kurparks – verlieh der Veranstaltung zusätzlichen Charme. Ein Höhepunkt war die von Künstler Volker Kutscher verfasste "Ode an den Kürbis", die die Teilnehmer singen mussten, um eine Schüssel Suppe zu erhalten.

Die Skulptur selbst bleibt eine lebendige Verbindung von Kunst und Natur. Jährlich ranken echte Kürbispflanzen in ihr Drahtgerüst hinein und unterstreichen so das Festmotto vom Geben und Nehmen. Bis 2026 hat sich das Werk längst als kultureller Kristallisationspunkt etabliert, der Generationen, Geschmäcker und Traditionen in Stuttgart vereint.

Das Fest festigte die Rolle der Skulptur als Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens. Die Besucher nahmen nicht nur Kürbisrezepte und Lieder mit nach Hause, sondern auch eine stärkere Verbundenheit mit dem künstlerischen Erbe der Stadt. Die Mischung aus Mitmach-Aktion und öffentlicher Kunst sichert dem Event auch in den kommenden Jahren seine Anziehungskraft.

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