Schleswig-Holsteins Bürger fürchten um bezahlbare und verlässliche Gesundheitsversorgung

Jan Stahr
Jan Stahr
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Eine alte Postkarte mit einer Briefmarke, die "Lichtenwald, Deutschland - Cover nach Deutschland" lautet und handgeschriebener Text, mit zwei zusätzlichen Briefmarken in der oberen rechten Ecke.Jan Stahr

Mehrheit im Norden erwartet verschlechterte Pflege - Schleswig-Holsteins Bürger fürchten um bezahlbare und verlässliche Gesundheitsversorgung

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Sorgen über die Gesundheit in Schleswig-Holstein. Die Bürger fürchten steigende Kosten, Personalmangel und ein System, das den künftigen Anforderungen nicht gewachsen ist. Viele fordern dringende Reformen, um die Gesundheit bezahlbarer und verlässlicher zu gestalten.

Die von der DAK-Gesundheit durchgeführte Studie zeigt eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der aktuellen Langzeitpflege. 67 Prozent der Befragten bewerteten die Qualität als schlecht oder sehr schlecht. An der Spitze der Probleme steht der Personalmangel – 76 Prozent nennen ihn die größte Herausforderung des Sektors.

Auch finanzielle Ängste prägen die öffentliche Meinung. 74 Prozent befürchten, dass die hohen Kosten Familien überfordern, die auf Gesundheit angewiesen sind. Fast genauso viele zweifeln daran, sich im Bedarfsfall selbst eine angemessene Versorgung leisten zu können. 86 Prozent empfinden es als ungerecht, dass die Beiträge zur Gesundheitversicherung trotz allem keine ausreichende Absicherung bieten.

Bei der Frage nach der Verantwortung scheiden sich die Geister. 54 Prozent sind der Ansicht, dass Staat und gesetzliche Versicherungen die Gesundheitbedürfnisse vollständig abdecken müssen. Gleichzeitig bestehen 90 Prozent darauf, dass bezahlbare Langzeitpflege für alle zugänglich sein sollte. Die Hälfte der Befragten erwartet, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtern wird.

Die Umfrage verglich nicht die Wahrnehmung in verschiedenen Bundesländern und erfasste auch keine Entwicklungen über die Zeit. Doch bundesweite Reformen wie das im Dezember 2025 verabschiedete BEEP-Gesetz oder der Zukunftspakt Gesundheit stehen wegen unklarer Finanzierung in der Kritik. Diese Probleme verstärken die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Stabilität des Systems.

Cord-Eric Lubinski, Landeschef der DAK-Gesundheit, fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Gesundheitversicherung. Er betont die Notwendigkeit eines Systems, das allen Einwohnern Schleswig-Holsteins eine verlässliche, ausreichende und bezahlbare Absicherung garantiert. Die Umfrageergebnisse unterstreichen den wachsenden Druck auf die Politik, sowohl die Qualität als auch die finanzielle Sicherheit in der Gesundheit zu verbessern.

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