Woidke wird dienstältester Ministerpräsident – und setzt auf SPD-CDU-Allianz gegen AfD

Jan Stahr
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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Deutschland und seinen Provinzen und Städten, begleitet von beschreibendem Text.Jan Stahr

"Never say never": Woidke offen für weitere Amtszeit - Woidke wird dienstältester Ministerpräsident – und setzt auf SPD-CDU-Allianz gegen AfD

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke steht kurz davor, in den kommenden Monaten zum dienstältesten Regierungschef eines deutschen Bundeslandes zu werden. Der 64-jährige SPD-Politiker führt das Land seit 2013 – durch mehrere Koalitionswechsel und politische Herausforderungen hindurch. Sein jüngster Schritt, die Rückkehr zu einer SPD-CDU-Allianz, folgt dem Scheitern der kurzlebigen Partnerschaft mit der BSW-Partei Anfang Januar.

Woidkes Führung basiert auf strategischer Koalitionsbildung. Nach der Wahl im September 2024 hatte er sich vorübergehend mit der BSW verbündet, beendete die Zusammenarbeit jedoch am 6. Januar 2025. Ausschlaggebend waren interne Streitigkeiten bei der BSW sowie eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse im Landtag, die SPD und CDU eine knappe Mehrheit bescherte. Nun stehen Stabilität und Sicherheit im Mittelpunkt der Gespräche mit der CDU, wobei das Wirtschaftswachstum eine zentrale Rolle spielt.

Der erfahrene Politiker schließt unmittelbare Diskussionen über einen Rückzug aus. Zwar genießt er sein Amt und plant, die volle Amtszeit zu absolvieren, doch deutete er an, dass er auch über 2029 hinaus flexibel bleiben könnte. Auf die Frage nach einer weiteren Kandidatur zitierte er "Man lebt nur zweimal" – ein Hinweis darauf, dass er nichts endgültig ausschließt. Zwar würde er bevorzugt nicht über 70 hinaus arbeiten, bleibt der Idee aber offen, falls die Umstände es erfordern.

Mögliche Nachfolger rücken bereits ins Rampenlicht: Innenminister René Wilke, Wirtschaftsminister Daniel Keller und Kulturministerin Manja Schüle gelten als potenzielle Kandidaten. Angesichts des Erstarkens der rechtsextremen AfD vor den Wahlen 2029 könnte Woidkes Erfahrung für die politische Landschaft Brandenburgs jedoch noch entscheidend werden.

Mit der Rückkehr zur SPD-CDU-Koalition will Woidke dem wachsenden AfD-Zulauf entgegenwirken und gleichzeitig lokale Probleme wie Lehrkräftemangel und wirtschaftliche Schwierigkeiten angehen. Seine nunmehr über ein Jahrzehnt währende Führung prägt weiterhin die Zukunft Brandenburgs. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sein auf Stabilität ausgerichteter Kurs den politischen Umbrüchen standhält.

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