Lüneburgs digitalisierte Stromnetze meistern die Energiewende mit 20 Prozent mehr Effizienz

Hans Jürgen Zobel
Hans Jürgen Zobel
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines elektrischen Umspannwerks mit Transformatoren, Polen, Drähten, Maschinen, einem Zaun, Sand, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.Hans Jürgen Zobel

300 Umspannwerkstandorte für Pilotprojekt digitalisiert - Lüneburgs digitalisierte Stromnetze meistern die Energiewende mit 20 Prozent mehr Effizienz

Pilotprojekt in der Region Lüneburg revolutioniert die Stromnetze bei steigendem Bedarf

Ein Pilotprojekt in der Region Lüneburg verändert grundlegend, wie Stromnetze mit der wachsenden Nachfrage umgehen. Seit 2022 wurden im Rahmen der Initiative 300 Umspannstationen digitalisiert, um den Verbrauch besser zu steuern – besonders vor dem Hintergrund, dass erneuerbare Energien und die Zunahme von Homeoffice traditionelle Nutzungsmuster verändern. Die Umstellungen haben die Netzeffizienz bereits um 15 bis 20 Prozent gesteigert.

Das Projekt startete 2022 mit dem Ziel, herkömmliche Verteilnetzstationen zu modernisieren. Bisher wurden 300 Stationen aufgerüstet – 170 neu gebaut und 130 mit digitaler Technik nachgerüstet. Um Vandalismus vorzubeugen, zieren einige der Anlagen mittlerweile Kunstwerke an ihren Außenwänden.

Die intelligenten Umspannstationen übermitteln Echtzeitdaten an eine zentrale Leitstelle, sodass Netzbetreiber den Stromfluss lückenlos überwachen und bei Bedarf direkt anpassen können. Ein digitales Zwillingssystem erfasst Verbrauch und Nachfrage, um Überlastungen zu vermeiden. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die zunehmende Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen sind die Spitzenlasten laut regionalen Berichten von 85 Prozent im Jahr 2021 auf über 100 Prozent im Jahr 2025 angestiegen.

Auch die Verbreitung von Homeoffice hat die Nutzungszeiten von Strom verändert: Frühere Mittags- und Abendspitzen sind heute schwerer vorhersehbar. Gleichzeitig liefern Stadtteile mit Dachsolaranlagen und Wärmepumpen wertvolle Daten für die Planung künftiger Netzausbauten.

Seit dem Start des Projekts hat die Digitalisierung der Umspannstationen die Netzauslastung um bis zu 20 Prozent erhöht. Durch Echtzeitüberwachung und adaptive Steuerung lassen sich Angebot und Nachfrage nun deutlich besser in Einklang bringen. Die Erfahrungen aus Lüneburg könnten künftig als Vorbild dafür dienen, wie andere Regionen den wachsenden Strombedarf bewältigen.

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