Hanau 2020: Kieler Theater erinnert an rassistische Morde mit bewegender Lesung
Hanau 2020: Kieler Theater erinnert an rassistische Morde mit bewegender Lesung
Theaterlesung zu den rassistischen Morden von Hanau 2020 im Kieler Theater
Dieser Monat steht im Kieler Theater im Zeichen einer szenischen Lesung über die rassistischen Morde von Hanau im Jahr 2020. Die Veranstaltung soll die Erinnerung an die Tragödie wachhalten – besonders angesichts des jüngsten Todes eines weiteren Opfers, das seinen langfristigen Verletzungen erlag. Die Organisator:innen hoffen, dass die Aufführung sechs Jahre nach dem Anschlag drängende Fragen aufwirft und Antworten einfordert.
Das Stück mit dem Titel "Und jetzt Hanau" rekonstruiert die Nacht, in der der rechtsextreme Attentäter Tobias Rathjen neun Menschen ermordete, bevor er sich selbst und seine Mutter tötete. Die Lesung findet vor den anstehenden Landtagswahlen statt – zu einem Zeitpunkt, an dem viele Fragen zum Anschlag noch immer ungeklärt sind.
Am 19. Februar 2020 eröffnete Tobias Rathjen in zwei Shisha-Bars in Hanau das Feuer und tötete neun Menschen. Ein zehntes Opfer, Ibrahim Akkus, erlag am 10. Januar 2026 seinen Verletzungen. Rathjen, getrieben von rassistischem Hass, erschoss anschließend seine Mutter, bevor er sich selbst richtete.
Trotz der vergangenen Jahre fordern Angehörige und Aktivist:innen weiterhin eine lückenlose Aufklärung. Versäumnisse der Behörden – wie ein ausgefallenes Notrufsystem und verriegelte Notausgänge – harren noch immer der Aufarbeitung. Politisch Verantwortliche wurden bisher nicht zur Rechenschaft gezogen, und offizielle Gedenkstätten in Hanau wurden zurückgebaut, was bei den Hinterbliebenen zusätzliche Betroffenheit auslöst.
Die Lesung im Kieler Theater entsteht in Zusammenarbeit mehrerer Sparten. Unter der Regie von Tuğsal Moğul rekonstruiert das Stück den Anschlag akribisch anhand realer Zeugenaussagen und Fakten. Die Entscheidung für eine Lesung statt einer vollinszenierten Produktion spiegelt den unabhängigen Charakter des Projekts und begrenzte Ressourcen wider.
Theater gilt seit jeher als politischer Ort, der komplexe Themen greifbar machen kann. Dokumentarische Performances wie diese zwingen das Publikum, sich mit unangenehmen Wahrheiten auseinanderzusetzen. Die zeitliche Nähe zu den Landtagswahlen unterstreicht die Dringlichkeit, Rassismus und institutionelle Versäumnisse anzugehen.
In ganz Deutschland halten Initiativen und Gedenkveranstaltungen – wie die Initiative 19. Februar oder schulische Antirassismus-Wettbewerbe – das Andenken an die Opfer wach. Dennoch bleiben Spannungen bestehen, insbesondere in Hanau, wo sich Angehörige von der Stadt im Stich gelassen fühlen: Weder die Würdigung der Verstorbenen noch die Bekämpfung struktureller Mängel seien ausreichend vorangekommen.
Die Lesung im Kieler Theater ist zugleich Mahnmal und Appell. Angesichts des jüngsten Todes eines weiteren Opfers, der die öffentliche Aufmerksamkeit neu entfacht, zeigt die Aufführung die weiterhin bestehenden Lücken in Gerechtigkeit und Verantwortung auf. Die Organisator:innen betonen: Der Kampf gegen Rassismus und institutionelle Gleichgültigkeit darf nicht auf der Bühne enden.
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