Palforzia-Rückzug erschwert Therapie bei Erdnussallergien – was kommt stattdessen?
Palforzia-Rückzug erschwert Therapie bei Erdnussallergien – was kommt stattdessen?
Urlaubszeit naht, doch Medikamente per Klick sind nicht immer die beste Lösung. Der Rückzug von Palforzia, dem ersten zugelassenen Medikament zur Erdnussallergie-Desensibilisierung, verringert die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten und Ärzte bei der Bewältigung von Erdnussallergien. Der Hersteller Stallergenes Greer kündigte die Einstellung der Produktion an, betonte jedoch, dass die Entscheidung nicht mit Sicherheits- oder Qualitätsbedenken zusammenhänge. Patienten, die das Präparat derzeit anwenden, erhalten während der Übergangsphase Unterstützung.
In der EU wurde Palforzia 2020 zugelassen und ein Jahr später in Deutschland auf den Markt gebracht. Das Medikament sollte Kindern ab vier Jahren helfen, eine Toleranz gegen Erdnüsse aufzubauen. Später wurde die Zulassung auf jüngere Kinder zwischen einem und drei Jahren ausgeweitet. Studien zeigten, dass 67–68 % der Anwender eine schützende Schwelle von 600 mg Erdnussprotein erreichten. Trotz dieser klinischen Erfolge stellte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) infrage, ob das Medikament tatsächlich spürbare Vorteile gegenüber einer strikten Erdnussvermeidung biete. Auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) kam zu dem Schluss, dass Palforzia im Vergleich zu einem abwartenden Vorgehen keinen nachgewiesenen Nutzen bringe.
Stallergenes Greer wird die Behandlung schrittweise auslaufen lassen. Das Starterset für die anfängliche Dosissteigerung bleibt bis zum 31. März 2026 verfügbar, während die vollständige 11-stufige Steigerungsphase bis Ende 2026 erhältlich sein wird. Die 300-mg-Erhaltungsdosis, die für die langfristige Therapie genutzt wird, wird noch bis März 2027 geliefert. Das Unternehmen sicherte zu, alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, um sicherzustellen, dass Patienten möglichst wenig Beeinträchtigungen erfahren.
Seit der Einführung von Palforzia hat die Forschung zu Erdnussallergien Fortschritte gemacht. Wissenschaftler des Forschungszentrums Borstel identifizierten Oleosine – Proteine, die mit schweren allergischen Reaktionen in Verbindung stehen – als mögliche Marker für bessere Diagnostik und Therapien. Gleichzeitig laufen klinische Studien zu alternativen Ansätzen, etwa der experimentellen oralen Toleranzinduktion mit schrittweise steigenden Allergendosen. Projekte wie INDICATE-FH zielen zudem darauf ab, die Diagnostik und Behandlung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu verbessern. Seit 2021 ist jedoch kein neues Medikament auf den Markt gekommen.
Der Rückzug von Palforzia verringert die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten und Ärzte bei der Bewältigung von Erdnussallergien. Zwar decken die bestehenden Bestände den Bedarf der aktuellen Anwender noch für die kommenden Jahre, doch rückt nun die Hoffnung auf neue Forschungsergebnisse und potenzielle zukünftige Therapien in den Fokus. Regulierungsbehörden und Gesundheitsdienstleister werden den Übergang begleiten, um eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen.
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