Markus W. erhält Solidarität nach falschen Antisemitismus-Vorwürfen durch Gil Ofarim

Hans Jürgen Zobel
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Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London"Hans Jürgen Zobel

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält Solidarität nach falschen Antisemitismus-Vorwürfen durch Gil Ofarim

Markus W., der 2021 vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war, erhält nun öffentliche Unterstützung, nachdem Ofarim im vergangenen November vor Gericht eingeräumt hatte, dass seine Vorwürfe falsch waren. Kürzlich wurde eine Crowdfunding-Kampagne als Zeichen der Solidarität mit W. gestartet, der einen Teil der gesammelten Gelder an gemeinnützige Organisationen spenden möchte. Die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung aus einem außergerichtlichen Vergleich stehen ihm jedoch noch aus.

Der Fall begann 2021, als Ofarim W., einem Hotelmitarbeiter in Leipzig, vorwarf, ihm wegen seiner jüdischen Herkunft die Bedienung verweigert zu haben. Die Anschuldigung löste damals massive Kritik an W. aus. Doch im November 2023 gab Ofarim vor Gericht zu, dass seine Behauptungen unwahr waren – eine Wende in der öffentlichen Wahrnehmung des Vorfalls.

Nach Ofarims jüngstem Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, wo er 400.000 Euro (darunter 100.000 Euro Siegprämie) gewann, initiierte ein Social-Media-Influencer eine Spendenaktion für W. Die Kampagne spiegelt die wachsende öffentliche Sympathie für W. wider, der inzwischen als Opfer falscher Anschuldigungen gilt.

W. kündigte an, das gespendete Geld an Hilfsorganisationen wie HateAid und Minilöwen weiterzugeben. Ein Teil soll auch für gemeinsame Zeit mit seiner Familie verwendet werden. Die zugesagten 20.000 Euro von Ofarim hat er jedoch noch nicht erhalten – obwohl dies im Vergleich vereinbart wurde.

Ofarims Anwalt erklärte, die Zahlung erfolge, sobald der Sänger über ausreichend liquide Mittel verfüge. Trotz der Verzögerung gab W. sein erstes öffentliches Interview und bestätigte, dass die Entschädigung noch ausstehe.

Die Crowdfunding-Aktion unterstreicht den Stimmungswandel in der Öffentlichkeit, die sich nun mehrheitlich hinter W. stellt. Währenddessen bleibt die offene Zahlung von 20.000 Euro ungelöst, auch wenn Ofarims Rechtsvertreter versicherten, diese zu begleichen, sobald die finanziellen Mittel verfügbar seien. W. konzentriert sich unterdessen darauf, wohltätige Zwecke und seine Familie zu unterstützen – und wartet weiter auf die vereinbarte Entschädigung.

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